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Lernen am Polarkreis
Delegation der Regener Realschule besucht finnische Partnerschule
Finland1


Eine Delegation der Siegfried-von-Vegesack-Realschule hat die finnische Partnerschule besucht und lernt von einer der führenden Bildungsnationen im pädagogischen Alltag. Zur inzwischen schon dritten Begegnung mit der finnischen Rajakylä-Schule aus der nordfinnischen Stadt Oulu brach eine Gruppe von drei Lehrkräften aus Regen in den Herbstferien auf. Lernten die Regener bei ihrem letzten Besuch im Jahr 2019 hauptsächlich noch neu über Lernräume nachzudenken, waren nun pädagogische Konzepte im MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik)-Bereich auf dem Programm.

Am ersten Schulbesuchstag konnten so die Regener Robotik-Lehrkräfte Sebastian Keller und Alexandra Frank Robotikunterricht beim finnischen Konrektor Jussi Näykki kennenlernen, während Konrektor Matthias Böhm sich mit der Schulleiterin Anne Kumpula über das pädagogische Konzept und die weiteren Pläne der Schule unterhalten konnte. Dabei steht an der finnischen Partnerschule nicht primär die schulische Leistung, sondern das Selbstwertgefühl des Kindes im Mittelpunkt der pädagogischen Überlegungen. Deshalb ist auch der deutsche MINT-Bereich noch um die Bereiche „Künste“ und Wirtschaft erweitert. Das soll helfen, die Kinder möglichst realitätsnah unter Zuhilfenahme verschiedenster Techniken und viel Kreativität auf ihrem individuellen Wegen zu unterstützen.
Besonders eindrucksvoll geht diesen Weg auch Matti Ahola, der Schulleiter der Hintta-Grundschule in der gleichen Stadt. In speziellen Designklassen erstellen die Schülerinnen Schmuck, der über einen eigenen Webshop vertrieben wird und die Ausflüge der Schule finanziert. Dabei kommt in Projekten ein so genannter „Makerspace“ zu Einsatz. In dieser ehemaligen alten Turnhalle werden in einer Art Mischung aus flexiblem, offenem Klassenzimmer und Werk- bzw. Kunstraum Materialien bereitgestellt, mit denen die Kinder eigene Produkte herstellen können. Kathrin Köck, die in Regen unter anderem Kunst unterrichtet, war sehr an diesem Konzept interessiert. Für den professionellen Anstrich sorgen an der Hintta-Schule aber auch professionelle Maschinen, die die örtliche Wirtschaft zur Verfügung gestellt hat. Im Gegenzug stellt die Schule die Räume auch den Firmen und der Bevölkerung der Umgebung zur Verfügung.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die Universität Oulu, die ein „FabLab“ betreibt. Dies ist eine Art Labor mit diversen, auch teuren Maschinen, die nicht nur den Studierenden zur Verfügung stehen, sondern auch der Bevölkerung und Start-Ups zur Herstellung von eigenen Produkten dienen. Das kann für Textilbegeisterte ein großflächiger Plotter sein oder für ein Start-Up ein Lasercutter. Da es in Finnland auch zu einem regelmäßigen Austausch zwischen Schule und Hochschule kommt, konnte eine Dozentin in der Lehrerausbildung Ideen hinter verschiedenen Projekten darstellen, die sich auch so in Deutschland gut umsetzen lassen.
Schließlich wurde der Besuch noch durch einen Ausflug nach Rovaniemi an den Polarkreis abgerundet. Dort konnte das Weihnachtsmanndorf und eine Rentierfarm besucht werden.

 

 

 

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