Breite Materialunterstützung durch heimische Betriebe

Eigentlich war es eine Schnapsidee, die Manuela Topolski von der ILE Grüner Dreiberg, welche die Gemeinden Kirchberg im Wald, Kirchdorf im Wald, Rinchnach und Bischofsmais verbindet, Johannes Maria Haslinger vom Museum Rotes Schulhaus in Rinchnach und Matthias Böhm aus der Realschule Regen bei einer Besprechung vor einem halben Jahr erstmals ersponnen: Das kreative Arbeiten bei Kindern und Jugendlichen in unserer Region durch eine Ausschreibung weiter zu fördern.

Anlass war eine Vorbesprechung für die im Rahmen der Kulturtage in Rinchnach im Sommer geplante Ausstellung über Gustav Mesmer, der viele Jahre seines Lebens seinen ganz eigenen Traum vom Fliegen verfolgte. Obwohl von seinen Mitmenschen oft belächelt und für verrückt erklärt, zeichnete er im Stile von Leonardo Da Vinci Modelle von fliegenden Fahrrädern und anderen Objekten, die ihm eines Tages ermöglichen sollten, von einem Ort seiner Heimat in Baden-Württemberg zum nächsten zu fliegen.
Auch wenn es nie zu wirklich weiten Flügen gekommen ist, sind seine Werke doch so bewundernswert, dass sie im Rahmen der Kulturtage im Sommer in Rinchnach rund um das rote Schulhaus in einer Ausstellung bewundert werden können. Neben dieser Sammlung von Exponaten gibt es dort zudem wieder viele Bands, die immer öfter auch von weiter her nach Rinchnach reisen, um dort die ganz eigene relaxte Stimmung vor einem begeisterten Publikum zu genießen.

Aus pädagogischer Sicht war Böhm, Konrektor in Regen und ebenfalls Mitglied im Verein Rotes Schulhaus sofort Feuer und Flamme und schlug einen Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zu diesem Thema vor, wobei er die anderen Beteiligten nicht lange überzeugen musste. Dabei sollten die besten Beiträge der Nachwuchskünstler ebenfalls im Rahmen der Kulturtage ausgestellt werden. Damit jede Begabung zum Zug kommen kann, wird es drei Kategorien geben: Man kann entweder mit einer Zeichnung, einem flugfähigen Modell oder einer Plastik aus einer Vielzahl an Materialien von seinem speziellen Traum vom Fliegen beteiligen. Dabei ist der Wettbewerb sowohl für Startende aus den Schulen der Umgebung als auch für Einzelstarter gedacht. Eine Teilnahme ist bis Anfang Juli möglich. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.xn--ile-grner-dreiberg-r6b.de/aktuelles/detail/ile-kreativwettbewerb.html.

Manuela Topolski nutzte ihr ILE-Netzwerk um Firmen zu finden, die Materialien zur Verfügung stellen sollten und war von der Resonanz begeistert. Auch Lehrkräfte sprachen Firmen an, die spontan mitmachten. Die Teisnacher Firmen Pfleiderer, Elektro Vogl, Schreinerei Jungmann und Schlosserei Martin Kraus spendeten ebenso großzügig wie die Firma Bischof und Klein aus Konzell. Außerdem waren die Betriebe Holzbau Dengler aus Rinchnach, MaM Gebäudetechnik aus Bischofsmais, Mesutronic und WP Metallbearbeitung aus Kirchberg sehr schnell für die Unterstützung des Projekts mit Material zu haben.

Daraufhin wurde ein Aufruf an die Schulen gestartet und der Wettbewerb ausgeschrieben. Bisher haben das Gymnasium in Zwiesel, die Grundschule Bischofsmais, die Grundschule Rinchnach und die Realschule Regen die Beiträge ihrer Schüler angekündigt. Wer Materialien aus dem Spendenfundus braucht, kann sich gerne nach den Pfingstferien an der Realschule in Regen bei Herrn Böhm melden.

Nachdem nun Reste aus Holz, Papier, Metall, Plastik und Stoff verfügbar waren, konnten die ersten Schülerinnen und Schüler beginnen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und luden die Wettbewerbsmacher zu einem Besuch ein. So waren Johannes Haslinger und Manuela Topolski stark vom Feuereifer beeindruckt, den die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Schulbesuch zeigten. Zahlreiche fantastische und wirklich flugfähige Modelle konnten sie schon in einem frühen Stadium bestaunen. Für die Motivation gibt es natürlich neben der Freude am Werkeln noch einen weiteren Grund:

Neben Einkaufsgutscheinen bei regionalen Betrieben winkt den Siegerinnen und Siegern eine Verwirklichung ihres Traums vom Fliegen: Ein echter Flug im Bayerischen Wald.

Nach dem überraschenden Sieg bei der ersten Teilnahme an einem Robotik-Wettbewerb im Jahr 2023 konnte die Realschule Regen in diesem Jahr erneut mit beeindruckenden Leistungen bei der niederbayerischen Meisterschaft hervorstechen und an den Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen. Das Siegerteam der Schule um Felix Brunner und Fabian Engstler (beide 9a, naturwissenschaftlicher Zweig) setzte sich im Fortgeschrittenen-Wettbewerb gegen starke Konkurrenz durch und sicherte sich somit die Teilnahme am Bayernfinale in Amberg.

Bereits im Vorfeld war klar: die Erst- und Zweitplatzierten fahren zum Bayern-Finale nach Amberg, bei dem alle Gewinner der regionalen Vorentscheide gegeneinander antreten werden und der Sieger der bayerischen Robotikmeisterschaft bestimmt wird. Und so fiebern Felix Brunner und Fabian Engstler bereits jetzt dem Finale am 16.07.2024 entgegen, bei dem sie mit Unterstützung durch IT-Lehrkraft Sebastian Keller um den Titel kämpfen werden.

Die weiteren Teams der Realschule Regen, darunter das Fortgeschrittenen-Team um Max Stiglbauer (9a) und Philipp Kroner (9b) und das Einsteiger-Team um Michael Köppl (7a), Louis König (7a) und Kilian Wiese (8a) konnten ebenfalls zufriedenstellende Ergebnisse im oberen Mittelfeld einfahren. Auch die mit Abstand jüngsten Teilnehmer der Regener Realschule, Samuel Hilgart und Leander Wiese (beide 6b), konnten erste Wettbewerbsluft schnuppern und versuchten sich als Neulinge im Wahlfach „Robotik“ an der durchaus komplexen Einsteiger-Aufgabe.

Eine besondere Komponente dieses Wettbewerbs war die Tatsache, dass einige der teilgenommenen Schüler der Realschule Regen im Februar die Möglichkeit hatten, bei der finnischen Partnerschule in Oulu zu Gast zu sein. Diese Partnerschule, die als Spezialist im Bereich Robotik gilt, bot den deutschen Schülern eine einzigartige Gelegenheit, von finnischen Experten zu lernen und sich mit internationalen Best Practices vertraut zu machen. Der Austausch mit der Partnerschule in Finnland war von großem Wert und hat dazu beigetragen, dass die deutschen Teilnehmer ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich der Robotik weiterentwickeln konnten.

Die niederbayerische Robotik-Meisterschaft in Riedenburg war nicht nur ein Wettkampf, sondern auch eine Plattform für junge Talente, ihre Fähigkeiten im MINT-Bereich zu demonstrieren und sich weiterzuentwickeln. Hinzu kam, dass viele Sponsoren vor Ort vertreten waren, darunter BMW und der deutsche Vertrieb für VEX Robotik-Systeme, bei denen die Schüler Kontakte für Praktika knüpfen und Informationen für ihre spätere Berufslaufbahn einholen konnten.

Das Wahlfach „Robotik“ der Realschule Regen bedankt sich ganz herzlich beim Vorsitzenden des Arbeitskreises Robotik Klaus Luber von der Realschule Riedenburg für die sehr gute Organisation des Wettbewerbs sowie bei allen unterstützenden Firmen für die Sachpreise sowie Verpflegung.

Am 25. April 2024 erlebten die Schülerinnen der Klassen 9a und 9d der Realschule Regen einen inspirierenden Girls’Day an der Technischen Hochschule Deggendorf. Die Mädchen hatten die Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Technik einzutauchen und interessante Einblicke zu gewinnen. Sie nahmen dazu an spannenden Workshops teil, die vom autonomen Fahren mit Hilfe von Robotik bis hin zu Akustikdesign im reflexionsarmen Raum und der Produktion von Soundaufnahmen reichten. Unter der Anleitung erfahrener Studenten konnten sie sogar ihre Fähigkeiten in der Elektrotechnik beim Löten eines LED-Blinkers erproben.

Darüber hinaus konnte ein Teil der Mädchen in der Fakultät Maschinenbau einen Workshop mit hands-on-Mentalität und einem Produkt als Output besuchen. Im Zentrum stand hier die Gestaltung eines Kleiderbügels, dessen Schaffungsprozess von Idee, Skizze, Prototyp, CAD-Analyse, 3D-Druck, Modellierung, Rendering bis zur Fertigung beleuchtet und von den Schülerinnen selbst durchgeführt wurde.

Währenddessen besuchten die Jungen der Klassen 9a und 9d der Realschule Regen im Rahmen des Boys’Day den Gesundheitscampus der Technischen Hochschule Deggendorf, wo sie in die Welt der „Angewandten Gesundheitswissenschaften“ eintauchten. Die Schüler erhielten Einblicke in verschiedene Bereiche, darunter Anatomie, Diagnostik, Pflege und Physiotherapie. Zudem konnten sie ihre Kompetenzen im Bereich Gesundheit auf die Probe stellen, indem sie beispielsweise analysieren durften, wie gesundheitsschädlich zu langes Sitzen tatsächlich sein kann. Im Großen und Ganzen konnten die Schüler am Gesundheitscampus der THD praktische Erfahrungen sammeln und herausfinden, wie vielfältig und anspruchsvoll die Berufsfelder im Gesundheitswesen sind.

Girls’Day und Boys’Day sind nicht nur Veranstaltungen, die junge Menschen dazu ermutigen, über geschlechtsspezifische Klischees hinauszublicken, sondern sie bieten auch eine einzigartige Gelegenheit, Talente zu entdecken und Berufsmöglichkeiten zu erkunden. Durch solche Initiativen wird das Bewusstsein für Chancengleichheit und Vielfalt gestärkt und junge Menschen werden ermutigt, ihre Leidenschaften zu verfolgen und ihre beruflichen Träume zu verwirklichen.

Das MINT-Team der Realschule Regen bedankt sich bei seinem Kooperationspartner, der Technischen Hochschule Deggendorf, ganz herzlich für die Einladung und die lehrreichen sowie kurzweiligen Workshops.

TfK –Verein und Rohde & Schwarz helfen mit Personal und Know how

Die Siegfried-von-Vegesack-Realschule Regen bietet als MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) – Schule seit mehreren Jahren Technikkurse zur Förderung dieses Bereichs an. Diese SET (Schüler entdecken Technik)  – Kurse werden vom Verein TfK (Technik für Kinder) ermöglicht, der Bausätze liefert und regionale Unternehmen mit ins Boot holt, die wiederum qualifizierte Tutoren zur Durchführung der Kurse an die Schulen abstellen. Mit seinen Kursen will der TfK-Verein Kinder und Jugendliche für Technik begeistern und so den technischen Nachwuchs fördern.

So konnte seit November vergangenen Jahres die mathematisch-technische Klasse 7A an einem Fortgeschrittenenkurs, der Vorkenntnisse voraussetzt, teilnehmen. An sechs Nachmittagen wurden unter fachkundiger Anleitung der Azubis Emilia Lobmeier, Martin Wenig und Korbinian Kroner der langjährigen Partnerfirma Rohde und Schwarz anspruchsvolle elektronische Bausätze gelötet. Dabei merkten die Schüler schnell, dass man dabei eine ruhige Hand braucht, und dass bereits ein kleines, falsch eingebautes Bauteil dazu führt, dass die Sirene stumm bleibt oder die LED am Ende nicht leuchtet.

Alle 20 Schüler der mathematisch, naturwissenschaftlich, technischen Wahlpflichtfächergruppe I konnten aber am Ende des Kurses einen Stimmenverzerrer, ein LED-Lauflicht, eine Alarmanlage fürs Kinderzimmer und einen Klatschschalter mit nachhause nehmen. Ganz eifrige und schnelle Schüler konnten vom Löten nicht genug bekommen und schafften sogar noch einen weiteren Bausatz.

Selbstverständlich durften die Schüler ihre technischen Wunderwerke sowie eine Urkunde mit nach Hause nehmen. Diese Erinnerungsstücke und die positiven Erfahrungen des Kurses bestärken sicherlich einige Schüler bei ihrer zukünftigen Ausbildungs- bzw. Berufswahl sich für die technische Branche und die lokal ansässigen Betriebe zu entscheiden. Zum Schluss bedankten sich die Kinder mit viel Applaus bei den Azubis der Firma Rohde und Schwarz aus Teisnach, die alles schülergerecht erklärten und jederzeit, trotz der hohen Teilnehmerzahl, mit Rat und Tat zur Stelle waren, wenn Hilfe benötigt wurde.

Die Klassen 7 a und 8 a des naturwissenschaftlichen Zweigs der Realschule Regen besuchten am 06.02.2024 mit den Lehrkräften Christian Ederer und Stefan Aigner das „Bayerwald Xperium“ in Sankt Englmar, um Naturgesetze und -phänomene mit allen Sinnen kennen zu lernen. Der Tag begann zunächst mit einer Führung durch die Elemente Wasser und Luft. Anschließend wurde eher allgemeine physikalische Konzepte, vor allem in den Bereichen Kraftwandlung, Hebelwirkung und Schwingungen, anschaulich erklärt. Schlussendlich durften die Schülerinnen und Schüler im Bereich der Sinne interessante visuelle und akustische Experimente durchführen und spannende Entdeckungen machen. Nach der Führung hatten die Jugendlichen Zeit zur freien Verfügung, die genutzt wurde, um die verschiedenen Teilbereiche der Physik genauer zu erkunden. Als Schüler konnte man in dieser Zeit viele Versuche selbst ausprobieren und sich den physikalischen Hintergrund anhand von Erklärtafeln erläutern lassen. Zusätzlich gab es eine Vielzahl an Knobelspielen aus naturwissenschaftlichen Bereichen, die mit System und Geschick gelöst werden wollten. Nach einem faszinierenden Vormittag des forschenden Lernens mit viel Spaß, Neugier und Eigeninitiative machten sich die Klassen wieder auf den Heimweg.

Die berufliche Zukunft macht schon zum dritten Mal Halt an der Realschule Regen: im Infotruck der Metall- und Elektroindustrie (M+E – Truck). Die Fachschaft Physik ermöglicht den Schülerinnen und Schüler der 8. Und 9. Klassen verschiedene Tätigkeitsfelder und Ausbildungsberufe im Bereich Metall- und Elektroindustrie kennenzulernen und dabei auch Interessen zu wecken.

Hierbei geht es ebenso informativ wie praktisch zu: in der unteren Etage des Trucks können die Schüler mit anschaulichen Stationen zum Experimentieren die Technik selbst erleben, beispielsweise das Programmieren einer CNC-Maschine oder das Fräsen eines Werkstücks. Auch Fragen, wie ein Aufzug gesteuert wird oder mit welchen Elektronik-Bausteinen eine Lampe zum Leuchten gebracht wird, können in diesem Truck experimentell erforscht werden. In der zweiten Fahrzeugebene ist Platz für Berufskundeunterricht. Das Highlight des M+E Trucks ist der Multitouchtable, an dem mehrere Schülerinnen und Schüler gleichzeitig Arbeitsplätze und Berufe in der Region erkunden können.

Das Fazit aller Beteiligten: „Der Truck ist eine sehr gute Gelegenheit, die Schülerinnen und Schüler für Technik im Allgemeinen und für eine Ausbildung in der Metall- und Elektrobranche zu begeistern. Der Besuch des Trucks sollte in den nächsten Jahren auf jeden Fall beibehalten werden!“

Die Klassen 9 a und 10 a besuchten mit ihren Physiklehrerkräften Herrn Ederer und Frau Frank-Hanus am 19. Dezember 2023 das Deutschen Museum, um über die Schule hinaus, das Wissen auf die bevorstehende Abschlussprüfung im Juni zu erweitern bzw. zu vertiefen. Der Tag in München startete mit einer Führung im Bereich Atomphysik. Anschließend hatten die Schüler Zeit zur freien Verfügung, die genutzt wurde, um andere Teilbereiche der Physik genauer zu erkunden. Als Schüler konnte man in dieser Zeit viele Versuche selbst ausprobieren und sich den physikalischen Hintergrund anhand von Schaubildern erklären lassen. Ein besonderes Highlight war die Vorführung zum Thema flüssiger Stickstoff. Dabei konnte man Versuche, wie den Leidenfrost-Effekt oder die Stickstoff Fontäne, hautnah miterleben, welche viel Begeisterung bei den Zuschauern auslösten. Mit diesem Highlight ging der Tag im Deutschen Museum dem Ende zu und man machte sich wieder auf den Heimweg.

Finnische Partnerschule erneut zu Gast an der Siegfried-von-Vegesack-Realschule

Seit bereits vier Jahren findet ein regelmäßiger Austausch zwischen der Rajakylä-Schule aus dem nord-finnischen Oulu und der Realschule statt. Den Regenern geht es dabei hauptsächlich darum, auf pädagogischem Gebiet von den bei vielen OECD-Vergleichsstudien erfolgreichen Finnen zu lernen, diese wiederum sind an der Regener Leseförderung und den Schulentwicklungsideen interessiert.

Neben Konrektorin Essi Vuopala besuchten dieses Mal auch zwei Lehrkräfte aus MINT-Klassen, sowie vier talentierte Robotikschüler die Regener Partnerschule. Nachdem man sich bereits zuvor in einer Videokonferenz kennengelernt hatte, waren die ersten Hemmnisse der Begegnung mit der jeweils anderen Kultur sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite schnell abgebaut und mit der Arbeit am gemeinsamen Robotikprojekt konnte begonnen werde. Zunächste stellte jede Schule Ihre Robotiksysteme und typische Aufgabenstellungen der jeweiligen Länder vor. Anschließend wurden von den finnischen und deutschen Lehrkräften in Zusammenarbeit mit den Schülern die Regeln für einen Abschlusswettkampf festgelegt, der dann über eineinhalb Tage vorbereitet wurde. Das besondere an dieser Art des Lernens ist es, im Team auf die Lösung für ein speziell gestelltes Problem zu kommen. Das steigert die Motivation und Kreativität und überwindet rasch die Fächer- und Ländergrenzen.

Schließlich fand dann am Donnerstag der Robotor-Sumō-Wettkampf als Abschluss des Lernprogramms der Schüler statt. Dabei mussten selbst gebaute und programmierte Robotor autonom einen anderen Robotor in einem Kreis erkennen, ansteuern und aus diesem Sumō-Feld   drängen. Dazu mussten Sensoren den Kreisrand und den Gegner erkennen und die verbauten Elektromotoren perfekt ansteuern. Jedoch ist die Größe der Roboter begrenzt und die Taktik wird dann von den physikalischen Gegebenheiten bestimmt. Die beiden Regener Teams setzten dabei auf ein möglichst hohes Gewicht über der Antriebsachse, was allerdings die Wartung des Robotors zwischen den Runden erschwerte. Trotz Verlust eines nicht essentiellen Steuerreifens setzte sich dieses Konzept durch und die Teams aus dem Norden hatten das Nachsehen.

Doch entscheidender als der Wettkampfsieg war der gegenseitige Austausch und die Zusammenarbeit. So stellten die Finnen auch Ideen vor, die einem Team aus älteren Schülern aus ihrer Schule im letzten Jahr nach mehreren erfolgreichen Qualifikationsrunden die Teilnahme an der Schulrobotik-WM in Dallas ermöglichte.

Auf Lehrerseite wurden in den Tagen des Besuchs die weiteren Pläne für die Zukunft besprochen. Dabei ging es wesentlich darum, weiteren Schülerinnen und Schülern diese Begegnungserfahrung durch eine Ausweitung der Aktivitäten auf den musisch-kreativen Bereich zu ermöglichen. Außerdem wurden zusammen grundlegende Überlegungen angestellt, wie den Herausforderungen, die auch die letzte PISA-Studie aufgedeckt hat, in Zukunft begegnet werden kann. Neben dem Umgang mit Corona-Folgen waren auch individuelle Förderkonzepte und Impulse für die Schulentwicklung wichtige Themen. Die Rahmenbedingungen sind dabei sehr gut, da beide Schulen mindestens bis zum Jahr 2027 von der EU finanziell gefördert werden und bei den Aufenthalten im Ausland so keine Kosten anfallen.

Abgerundet wurde der Aufenthalt der finnischen Gäste durch einen Besuch des Deutschen Museums in München, eine Wanderung in der näheren Umgebung von Regen und einem Besuch am Waldwipfelweg in Maibrunn. Dabei fanden auch die beiden Gruppen schneller zusammen. Die bayerischen Lehrkräfte konnten die legendären finnischen Salmiakki-Bonbons probieren und die finnischen Schülern lernten beim gemeinsamen Abendessen „Neunerln“ von den bayerischen Partnern. Schließlich war die Lernkurve so steil, dass ihnen sogar die Revanche für den verlorenen Robotikwettkampf gelang. Alles in allem gewannen die Finnen so gewinnbringende Eindrücke, dass sie noch während ihres Aufenthalts im Landkreis Regen Pläne schmiedeten, wie sie an diese Tage beim Gegenbesuch der Regener in Finnland anknüpfen können.

„Hoch hinaus“ ging es für die Schüler des Wahlfachs Robotik in den letzten Wochen des laufenden Schuljahres, da Lehrkraft Sebastian Keller den Modellflugsportclub Zell e. V. in die Realschule Regen einlud. Prof. Dr.-Ing. Christoph Rappl, selbst Vereinsmitglied und zudem Professor an der Technischen Hochschule Deggendorf (Kooperationspartner der Realschule im MINT-Bereich), besuchte das Wahlfach, um zusammen mit den Schülern Flugmodelle zu bauen. Zunächst erläuterte Prof. Rappl den technikbegeisterten Jungs in einer kurzen Theorieeinheit die physikalischen Grundlagen zum Thema Aerodynamik. Dabei erklärte er unter anderem, wie sich ein Flugzeug überhaupt in die Luft erheben und sich dort bewegen kann.

Anschließend konnten sich die Schüler durch den Bau eines eigenen, sogenannten „Rookie“-Fliegers auch praktisch mit dem Thema auseinandersetzen. Dabei handelt es sich um ein kleines Modellflugzeug bestehend aus Styropor. Es verfügt über einen kleinen Elektroantrieb, der über einen mit Batterien aufgeladenen Kondensator betrieben wird. Den restlichen Nachmittag lang wurden daher Rumpf, Flügel, Höhen- und Seitenleitwerk zusammengeklebt und Elektromotoren, Kondensatoren, Kabel und Karbonstangen an den Rookies befestigt.

Natürlich mussten die selbstgebauten Flieger auch getestet werden und so verlegte man bei einem zweiten Termin das Wahlfach Robotik kurzerhand ins Freie. Nach einer kurzen Einweisung durch Herrn Rappl, anhand welcher Kniffe die Flügel optimiert werden können, probierten die Schüler ihre Modelle aus. Diese flogen dabei die wildesten Kunstmanöver, Schleifen, Loopings oder auch einfach nur schnurgeradeaus. Die Robotiker lernten schnell, dass die reine Motorleistung nicht alleinentscheidend ist, sondern eine präzise Einstellung der Höhen- und Seitenruder ebenfalls von großer Bedeutung ist. Zum Abschluss der Aktion veranstaltete man einen kleinen „Flugzeit“-Wettbewerb. Dank der Tipps des Profimodellfliegers Herrn Rappl konnten viele Schüler ihre Modelle so gut einstellen, dass sie rasch an Höhe gewannen und sogar teils recht schnell außer Sichtweite waren, aber zum Glück wieder gefunden werden konnten.

In der anschließenden Siegerehrung bekamen alle Schüler Urkunden und die vier Bestplatzierten sogar eine Einladung des Modellflugsportclub Vereins zum assistierten „Lehrer-Schüler-Fliegen“ mit den großen Fliegern. Durch diese Aktion konnte der Modellflugclub hoffentlich einige neue Flug-Fans für ihr Hobby gewinnen. Das Wahlfach Robotik der Realschule Regen bedankt sich herzlich beim Modellflugsportclub Zell e. V. für diesen interessanten Exkurs und die Unterstützung durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Christoph Rappl.

 

Bereits Anfang Mai qualifizierte sich das Team „RoboterKI“ der Realschule Regen, bestehend aus den Schülern Kilian Wiese (7a) und Max Stiglbauer (8a), durch ihren Sieg beim niederbayerischen Robotik-Wettkampf in Plattling für die bayerische Meisterschaft in Amberg.

Dort traten am 04.07.2023 insgesamt 28 Teams aus ganz Bayern im Kongresszentrum im Finale gegeneinander an. Die Besten aus den zwei Kategorien „Schwierigkeitsgrad Einsteiger“ und „Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene“ sollten dabei ermittelt werden. Das Turnier war ähnlich wie der Vorentscheid aufgebaut und so folgten nach der Begrüßung durch Organisator Klaus Luber zwei Durchgänge, vor denen die Mannschaften noch einmal jeweils eine einstündige Testphase zur Verfügung hatten, um Justierungen vorzunehmen und die Lichtverhältnisse für die Sensoren zu überprüfen.

Voller Tatendrang und Ehrgeiz entwickelten die Schüler schon im Vorfeld sowohl im Wahlfach Robotik als auch in Eigenregie zuhause ihren Programmcode weiter, sodass die bereits ausgezeichnete Leistung der niederbayerischen Ausscheidung noch übertroffen werden konnte. Am Roboter selbst wurden aber keine Umbauten durchgeführt, da sich das Konzept zur Lösung des gestellten Problems bereits bewährt hatte.

Doch trotz der Bestzeiten und voller Punktzahl in den Testläufen im Wahlfach unterliefen „RoboterKI“ am Finaltag leider zwei fehlerbehaftete Durchgänge, sodass die Regener Jungs am Ende einen zufriedenstellenden 13. Platz belegten. Den Einsteiger-Wettbewerb gewannen die Teilnehmer der Realschule Marktheidenfeld aus Unterfranken, Sieger bei den Fortgeschrittenen wurde das Mädchen-Team der Ursulinen-Realschule Landshut.

Insgesamt sind im gesamten Bundesland über 160 Mannschaften angetreten, womit Kilian und Max im Robotik-Bereich zu den besten 10 % in ganz Bayern zählen – für die erste Teilnahme an der Robotik-Meisterschaft bayerischer Realschulen eine hervorragende und eindrucksvolle Leistung, beteuert Robotik-Lehrkraft Sebastian Keller.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Ansprachen von Ministerialrat Rüdiger Wieber, Artur Nowak von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und Projektleiter der MINT 21 Initiative Dr. Andreas Hochholzer, in denen die Relevanz der Technikbranche für die Zukunft nochmals hervorgehoben und das Engagement der Schülerinnen und Schüler im Bereich „Software Engineering“ besonders wertgeschätzt wurden. Die Schülerinnen und Schüler seien mit ihrer Leidenschaft auf dem richtigen Weg.

Die Realschule Regen bedankt sich herzlich beim Vorsitzenden des Arbeitskreises Robotik Klaus Luber von der Realschule Riedenburg und dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft für die sehr gute Organisation des Wettbewerbs und die Verpflegung von Schülern und Lehrkräften.