Viele neue Gesichter, 105 neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler, 11 neue Kolleginnen und Kollegen

Mit einem neuen Rekordstand an Lehrpersonal konnte die Siegfried-von-Vegesack-Realschule dieses Schuljahr beginnen. Das wurde durch die hohe Anmeldezahlen von insgesamt 105 Schülerinnen und Schülern in den vier fünften Klassen und durch Lehrkräfte in Elternzeit notwendig, die zum Teil durch mehrere Unterrichtende ersetzt wurden. Insgesamt werden nun 602 Schülerinnen und Schüler an der Schule unterrichtet.

So konnte Ilona Koppitz, in der Schulleitung für die Eingangsklassen zuständig, zusammen mit dem Stellvertrenden Schulleiter, Dr. Matthias Böhm und der Zweiten Konrektorin Simone Üblacker, die neuen Mitglieder in der Schulfamilie begrüßen und ihnen Willkommensgeschenke überreichen. Im Anschluss daran lernten die Neuen erste Lehrkräfte und ihre Klassleitungen kennen, ehe sie von den „Siegis“, ihren jeweiligen Tutorinnen und Tutoren, in Empfang genommen und durch das Schulhaus geführt wurden. Weiterhin standen das Ausfüllen einer „Zukunftspost“, einem Brief, den man sich selbst für einen späteren Zeitpunkt schreibt, und das feierliche Unterzeichnen der gemeinsamen Werte der Schulfamilie auf dem Programm. Dies geschah auf einer Wertefrucht, die später an den Schulwertebaum gehängt wurde.

Schon am Montag konnte Schulleiter Alexander Reimer die neuen Kolleginnen und Kollegen an der Schule begrüßen: So wurden Sibille Brüning und Stefanie Götzfried mit jeweils der Fächerkombination Deutsch und Geographie an die Regener Reachule versetzt. Weiterhin kamen Florian Müller (Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Englisch, IT), Angela Patsch (Französisch, Geographie und kath. Religion) und Tabea Schedlbauer (Geographie, Musik, evang. Religion) hinzu.

Mit geringerem Stundenmaß unterrichten Alina Großner (Mathematik, Sport), Eva (Mathematik, Deutsch) und Sophia (Mathematik, Chemie) Horina und Lena Lerach (Englisch, Geographie). Außerdem konnten Simon Baumgartner (Deutsch, Geschichte) und Hermann Hupf (Musik, Instrumental) noch einen Platz im recht vollen Lehrerzimmer ergattern.

In einer bereits letztes Jahr eingerichteten Willkommensklasse für ukrainsche Schülerinnen und Schüler werden 14 Kinder und Jugendliche von Liliia Pylyp, einer ukrainischen Lehrerin, und Bärbel Altenburger (Sport, Übersetzung und Koordination) betreut.

Insgesamt ist die Schulleitung mit der Personalsituation zufrieden: „Wir können alle Unterrichte abdecken und kein Fach muss fachfremd, d.h. von einer Lehrkraft, die nicht dafür ausgebildet ist, gegeben werden. Das wurde möglich, weil einige Lehrkräfte bereit waren, mehr Stunden zu unterrichten und wir genügend neue Leute finden konnten. Besonders freut uns, dass wir auch das Wahlfachangebot bei Beibehaltung eines umfangreichen Förderangebots heuer wieder erstmals auf den Vor-Coronastand aufstocken konnten.“, so Matthias Böhm.

Liebe Fünftklässlerinnen und Fünftklässler, liebe Eltern!

Damit ihr wisst, was in den ersten Schultagen auf euch zukommt, findet ihr hier einen Ablaufplan der ersten Tage:

 

Dienstag, 13.09.2022:

Der Unterricht startet am Dienstag, 13. September um 7:45 Uhr.

Bereits ab 7:15 Uhr könnt ihr in euere Klassenzimmer. Dort werdet ihr vom Klassenleiter in Empfang genommen. In der Aula helfen euch Frau Üblacker und Frau Koppitz dabei, das richtige Klassenzimmer zu finden.

Von 7:45 Uhr – 11:00 Uhr werdet ihr an eurem ersten Tag an der Realschule von den Klassenleitern und den Siegis betreut. Auch eine Begrüßung durch die Schulleitung findet statt.

Für die Eltern gibt es ab 9:30 Uhr ein Elterncafé in der Aula. Die Eltern können dadurch um 10.45 Uhr bei den Aktionen in der Aula dabei sein und euch dann mit nach Hause nehmen.

Um ca. 10:45 Uhr treffen wir uns in der Aula, sammeln eure Zukunftspost ein und nehmen euch symbolisch in die Schulgemeinschaft auf. Dabei können eure Eltern zuschauen. Im Anschluss können euch eure Eltern direkt mit nach Hause nehmen, weil der Unterrichtstag um ca. 11:00 Uhr endet.

 

Mittwoch, 14.09.2022:

Es findet Unterricht nach Stundenplan von 7:45 Uhr – 12:50 Uhr statt und ihr erhaltet eure Schulbücher.

Schüler/innen, die mit dem Bus nach Hause fahren, erhalten Unterstützung durch die Siegis.

 

Donnerstag, 15.09.2022:

Es findet Unterricht nach Stundenplan von 7:45 Uhr – 12:50 Uhr statt und es findet ein Schuljahresanfangsgottesdienst statt.

Schüler/innen, die mit dem Bus nach Hause fahren, erhalten Unterstützung durch die Siegis.

 

Freitag, 16.09.2022:

Euer Unterrichtstag startet um 7:45 Uhr und endet um 12:50 Uhr. An diesem Tag werdet ihr von den Klassenleitern und den Siegis betreut. Das Schulhaus wird erkundet. Bitte passende Kleidung und festes Schuhwerk tragen, weil vielleicht auch eine kleine Wanderung gemacht wird.

 

Die Kennenlerntage werden in der Schulwoche vom 19. – 23.09.22 stattfinden.

Der 1. Klassenelternabend findet am Montag, 26.09.22 um 19.00 Uhr statt.

Ein Praxis-Hausaufgabentraining wird geplant. Nähere Informationen folgen.

 

Wir freuen uns auf euch und wünschen euch einen guten Start!

Seit dem 2. Schulhalbjahr 2022 erlernen bei uns ukrainische Kinder mit ihrer Lehrerin Frau Pylyp und Unterstützung aus der Lehrerschaft der Realschule die deutsche Sprache. Der Fokus liegt neben Vokabeln, Grammatik und Schreiben vor allem auf dem praktischen Anwenden – dem Sprechen. Das konnte auch bei Unterrichtsbesuchen in den anderen Klassen geübt werden, beim Wandertag und bei der Schwimmbadolympiade.

Foto und Text: Bärbel Altenburger

„Richtig helfen können – ein gutes Gefühl“

Im Rahmen des Projekts „Alltagskompetenzen erwerben“ der 8. Klassen hatte sich die Klasse 8c zusammen mit ihrer Klassenleiterin vorgenommen, einen Erste Hilfe Kurs zu absolvieren. Da hierfür grundsätzlich keine Vorkenntnisse der Schüler erforderlich waren und Corona es wieder ermöglichte, konnte Sascha Birnböck vom BRK Regen, ein ehemaliger Absolvent der Realschule, für diesen Kurs gewonnen werden. An zwei Vormittagen, insgesamt 9 Unterrichtseinheiten, erlernten die Schüler/innen alles Wichtige, wie man als Ersthelfer vor Ort handeln sollte. So wurden beispielsweise die Wundversorgung, das Helfen bei Unfällen, lebensrettende Sofortmaßnahmen wie stabile Seitenlage und Wiederbelebung in zahlreichen praktischen Übungsmöglichkeiten erlernt. Als kleine Anerkennung für ihr Interesse an diesem Kurs erhielt die Klasse von der Firma Zistler – Heizung- und Sanitärtechnik Regen einen Schlüsselanhänger, der eine Beatmungstuch mit Ventil für den Notfall enthält. Dieses „Life Pack“ schützt den Ersthelfer vor Infektionen. Erfolgreich ging der Kurs zu Ende und alle Teilnehmer waren sich einig, dass ihnen dieser Lehrgang deutlich mehr Handlungssicherheit in Erster Hilfe bei nahezu jedem Notfall in der Schule und in der Freizeit lieferte.  Jeder Teilnehmer erhält in den nächsten Tagen eine Bescheinigung, die sicherlich bereits für den Führerschein zum Einsatz kommt.

Klasse 8c / Kathrin Steigleder

 

 

Nach einer zweijährigen Zwangspause durfte die Realschule Regen wieder zu einem spaßorientierten Boulder-Wettkampf einladen. Wie bereits im Jahr 2019 nahm das Gymnasium Zwiesel, mit dem Betreuer Max Sedlmair, diese Gelegenheit wahr.
Die insgesamt sechs Gruppen hatten jeweils zehn Minuten Zeit ein Bewegungsproblem zu lösen. Dabei variierten die Ansprüche an die 30 Kinder stark: Der rote Boulder an einem senkrechtem Wandabschnitt verlangte Gleichgewicht und eine mutige Fußarbeit. Ein blaues, stark überhängendes Problem war dagegen sehr kraftbetont geschraubt. Nach knapp zwei Stunden, in denen alle Kinder unglaublichen Einsatz und große Begeisterung gezeigt hatten, sich gegenseitig angefeuert und „gespottet“ hatten, standen fünf Finalisten fest. Diese fünf Kinder konnten jeden der fünf Boulder im ersten Versuch klettern. Unter den Finalisten waren auch Max Weigl und Alexander Fuchs von der Realschule Regen.
Kurz vor Ende der Boulderzeit lösten Finn Kühlmann und Nicole Frisch (mit leichter Berührung der Begrenzung) das knifflige und koordinativ äußerst fordernde Finale und schenkten damit der Veranstaltung ein würdiges Ende.

Berufsalltag einer Pflegefachkraft schnuppern

Mit negativen Corona- Testergebnissen und FFP2-Masken ausgestattet machten sich die Schüler des Sozialwesenzweiges der 9. Klasse auf, um die Arbeitsabläufe in einem Seniorenheim näher kennenzulernen. Gleich vor dem Gebäude fiel der Gruppe eine gelbe Telefonzelle auf. Diese ist zwar nicht mehr funktionstüchtig, aber den nicht nur dementen Bewohnern aus ihrer Vergangenheit vertraut. Die Schüler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Ein Teil konnte mit Bewohnern plaudern, während der andere Teil das Haus besichtigen durfte. Später wurde gewechselt.

Gleich zu Beginn der Hausführung wird deutlich, dass das Wohnzentrum großen Wert auf das Wohlbefinden der Bewohner legt. Der große Veranstaltungssaal bietet die Möglichkeit für jahreszeitliche Feste, wie das demnächst stattfindende Pichelsteiner Fest. Das angrenzende „Bierstüberl“ kann von den Heimbewohnern für eine kleine private Feier genutzt werden, wobei sich hier auch regelmäßig die Bewohner zum kleinen Plausch treffen.

In der großzügigen Kapelle gleich neben dem Eingang der Einrichtung finden regelmäßig evangelische und katholische Gottesdienste statt. Auch Gedenkfeiern für verstorbene Bewohner werden hier abgehalten.

Nach den ersten Eindrücken wird der Gruppe das Konzept zur Orientierung im Gebäude erklärt. So ist jedes Stockwerk in einer bestimmten Farbe gestaltet. Beispielsweise sind im Erdgeschoss alle Türrahmen, Türschilder, Bilderrahmen oder Blumentöpfe in roter Farbe gehalten. In den anderen Stockwerken ist das dann jeweils eine andere Farbe. Dieses Konzept hilft vor allem dementen Bewohnern sich im Haus zurechtzufinden.

Vor dem Besichtigen des eigentlichen Wohnbereiches durften die Besucher einen kurzen Blick in die Wäscherei für kontaminierte Wäsche und die Großküche werfen. Diese Küche versorgt nicht nur die Heimbewohner mit Mahlzeiten, die laut Bewohnern im Übrigen sehr gut schmeckten, sondern beliefert auch Kindergärten und das BRK mit „Essen auf Rädern“.

Im Außenbereich beeindruckt der Sinnesgarten, der die Bewohner dazu animieren soll, mit allen Sinnen ihre Umgebung wahrzunehmen.

Zwei Bewohnerinnen zeigten den Schülern freundlicherweise ihre Zimmer, so dass sich die Gruppe von der Geräumigkeit und Individualität der Räume überzeugen konnte. Jedem Bewohner steht es frei, eigene Möbel von zuhause mitzubringen und den Wohnraum nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

Eine Besonderheit stellt die Hospizwohnung dar. Hier kann ein Mensch untergebracht werden, der sich in seinem letzten Lebensabschnitt befindet. Allerdings ist diese Wohnung so geräumig, dass auch Angehörige zeitweise dort bleiben können, sich aber auch zurückziehen können.

Neben den Wohnräumen konnte die Gruppe auch den hauseigenen Frisörsalon und die Räume der Betreuten Tagesgruppe besichtigen. Letztere kann derzeit wegen Corona immer noch nicht wieder angeboten werden. Dies zeigt, dass in diesem sensiblen Bereich die scheinbar eingetretene Normalität leider noch lange nicht zurückgekehrt ist.

Darüber hinaus sah die Gruppe aber auch Hilfsmittel für die Pflegefachkräfte. So ist jede Fachkraft mit einem Wägelchen unterwegs, in dem sich alle Utensilien (z.B. Gummihandschuhe, Desinfektionsmittel, Waschlappen, Handtücher usw.) befinden, die für den Rundgang zu den Bewohnern benötigt werden. Ein Blick in das Pflegebad machte deutlich, dass das Baden eines Bewohners mit technischer Unterstützung gut gelingen kann.

Nach diesem umfangreichen Einblick in die wohnlichen Gegebenheiten, aber auch in die Arbeitsabläufe einer Pflegefachkraft bestand die Möglichkeit zu einem Gespräch mit zwei Bewohnern. Diese erzählten den anfangs etwas zurückhaltenden Schülern gerne aus ihrem Leben:  über die eigene Kindheit und Jugend, ihre Familien, die Gründe für den Heimaufenthalt, die Lieblingsfernsehserien, den Tagesablauf usw. Die Besucher konnten sich im Gespräch davon überzeugen, dass sich die Bewohner in ihrem Zuhause sehr wohl fühlen.

Der Einrichtungsleiter Herr Bäumler, der Pflegedienstleiter Herr Schmied und alle an diesem Vormittag beteiligten Pflegefachkräfte betonen alle, wie bereichernd und erfüllend dieser Beruf sein kann. Und so bleibt der respektvolle und familiäre Umgang aller im Haus lebenden und arbeitenden Menschen den Besuchern besonders im Gedächtnis.

Es bleibt zu hoffen, dass nach diesen eindrucksvollen, lehrreichen und teilweise sehr persönlichen Erlebnissen der eine oder andere Schüler den Beruf der Pflegefachkraft ins Auge fasst.

Text und Bilder: Corina Wandinger

 

Nach einer schier endlosen Coronapause spielten vergangenen Mittwoch die Regener Volleyballcracks das lang erwartete Regionalfinale in Grafenau. Wie erwartet setzte sich die Volleyball-Stützpunktschule des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums, gespickt mit etlichen VereinsspielerInnen, durch. Die Regener waren mit wenig Trainingspraxis und etlichen Anfängern angereist und konnten wertvolle Erfahrung und Spielpraxis sammeln. Die auf Augenhöhe erwartete Mannschaft der Deggendorfer Wirtschaftsschule zog ihre Meldung leider kurzfristig zurück.

Der Modus sah zuerst ein Mädchen-Team, dann ein Jungs- und zuletzt das Mixed-Team vor. Nachdem Nina Riepl und Theresa Köppl (ergänzt durch Leni Pfeffer, alle 8b) ihr erstes Beachvolleyball-Wettkampfspiel nach einer beachtlichen Leistung verloren hatten, lieferten die Regener Jungs den Grafenauern einen harten Kampf. Leider verhinderten mangelnde Erfahrung und Nervenstärke einen verdienten Satzgewinn. Dennoch vertraten Maximilian Neumeier (10b) und der äußerst talentierte Cornelius Piermeier (8c) die Regener Realschule würdig und konnten in hochklassigen Ballwechseln die Grafenauer immer wieder fordern und überraschen. Leider brachten sie sich aber um den verdienten Lohn und konnten einen komfortablen 5-Punkte-Vorsprung im zweiten Satz nicht ins Ziel bringen. Das Mixed-Team um Maximilian Weigl (9d) und Emily Schneider (9c), ergänzt durch Nico Treml (8a), kämpfte um jeden Punkt, hatte gegen starke GegnerInnen aber das Nachsehen.

Die Regener SchülerInnen konnten trotz des zweiten Platzes stolz und zufrieden die Heimreise antreten, entschlossen und motiviert es nächstes Jahr noch ein bisschen besser zu machen.

im Spiel

Gemütliche Sitzmöbel und aktualisierter Medienbestand laden zum Verweilen ein

 

Zwei Jahre gab es coronabedingt keine Anlaufstelle für die Leseratten unter den Schülerinnen und Schülern der Realschule Regen. Außerdem waren die Sitzmöbel wenig behaglich und auch die verfügbaren Bücher schon etwas in die Jahre gekommen. Dank einer sehr großzügigen Finanzspritze der Sparkasse Regen-Viechtach und weiterer Zuwendungen des Sachaufwandsträgers der Schule konnte die Modernisierung in Angriff genommen werden. Nach vielen Stunden Arbeitseinsatz wurde die Schülerbücherei kurz nach den Pfingstferien in ihrem freundlichen und hellen Raum wiedereröffnet und in der großen Pause von zahlreichen Schülerinnen und Schülern gestürmt. Bereits an den ersten Ausleihtagen durfte Juliane Wenig, die Leiterin der Schülerbücherei, 43 neue kostenlose Leserausweise ausstellen. Buch um Buch aus dem aktualisierten Bestand wanderte in die Schultaschen der erwartungsvollen Kinder. Vor allem aktuelle Titel und Sachbücher waren gefragt. Abenteuer, Spannung, Liebe, Sachbuch oder doch lieber ein Comicroman? Die Auswahl aus den über 700 vorhandenen Medien fiel so manchem Bücherwurm nicht leicht. Bis zu den Sommerferien können die Schülerinnen und Schüler nun zweimal pro Woche Bücher ausleihen. Die gemütliche neue Couch und Sitzsäcke laden außerdem zum Schmökern aus dem Zeitschriftenregal ein. Zwei iPads mit Kopfhörern erlauben das Hören vorinstallierter Radiosender, Kurzgeschichten, Hörbücher und Podcasts für Kinder und Jugendliche. Auch für die kommenden Jahre ist die Realschule gerüstet: Durch regelmäßige Spenden des Fördervereins soll der Buch- und Medienbestand laufend aktualisiert werden. Jeder neu ausgestellte Büchereiausweis ist ein kleiner Erfolg, denn eine Bücherei lebt von ihren Leserinnen und Lesern. Aber auch unentschlossene Neugierige, die die Schülerbücherei unverbindlich kennenlernen möchten, sind zu den Öffnungszeiten herzlich willkommen.

Text: Juliane Wenig

Gesundheitsregion plus Arberland zu Besuch an der Realschule

Berufsorientierung wird an der Realschule Regen großgeschrieben. Vor allem der Fachkräftemangel im pflegerischen Bereich macht es notwendig, besonders diese Berufe unseren Schülerinnen und Schülern näher zu bringen. Die Zuhörer lernten durch kurzweilige Vorträge nicht nur verschiedene Berufsbilder kennen, sondern konnten sich auch selbst im Blutdruckmessen oder Experimentieren an einer sogenannten Pflegepuppe ausprobieren.

„In sozialen und pflegerischen Berufen sind Idealisten gefragt. Die Idealisten sind hilfsbereit und engagiert. Sie arbeiten mit Menschen- und das mit viel Herzblut und Hingabe“, erklärt Natalie Walter von der Gesundheitsregion plus Arberland. Bereits seit 2015 sind in ihrer Arbeitsgruppe „Soziale Berufe“

die Arberlandkliniken,

das BRK Regen,

das Berufsbildungszentrum für soziale Berufe des Mädchenwerks Zwiesel e.V.,

die Caritas Regen,

Dr. Loew

und die Lebenshilfe Regen e.V. aktiv.

Soziale und pflegerische Berufe sind Ausbildungen, bei denen hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen. Beispielsweise die Ausbildung zur Pflegefachkraft: Diese dreijährige Ausbildung ist generalistisch, somit kann man europaweit in der Pflege arbeiten, egal ob mit Kindern, erkrankten Patienten oder älteren Menschen. Außerdem ist die fertig ausgebildete Pflegefachkraft nicht an eine Einrichtung gebunden. Auch ambulant oder selbstständig zu arbeiten, ist später möglich. Das Anhängen eines Studiums beispielsweise der Pflegepädagogik ist ebenfalls möglich, was die Vielseitigkeit der Ausbildung belegt. Auch ist ein Aufstieg immer möglich.

Die Arbeitsgruppe ist an Schulen im Landkreis Regen und auf der landkreiseigenen Seite www.ichbinidealist.de aktiv. Weiterhin postet sie viele Videos auf Instagram unter ichbinidealist. Mit dem Berufsfinder kann man durch den Schulabschluss direkt herausfinden, was möglich ist und wo die Ausbildungen erlernt werden können.

Finanziert wird das Projekt vom Landkreis Regen mit einer Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

 

 

Text: Natalie Walter, Corina Wandinger

Praktikum der Sozialwesengruppen der 8. und 9. Klasse

Wie wird es mir gefallen? Werden die Kollegen nett sein? Welche Aufgaben werde ich bekommen? Schaffe ich das überhaupt?

Diese Fragen gehen unseren Schülerinnen und Schülern jedes Jahr durch den Kopf, wenn sie sich auf das verpflichtende Praktikum in einer sozialen Einrichtung vorbereiten. Bereits bei der Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle machen sich die Praktikanten schon viele Gedanken, ob denn die Einrichtung zu einem passen könnte. Vor allem für die 9. Klasse war dieser Prozess besonders spannend, da aufgrund der Beschränkungen im letzten Schuljahr das Praktikum leider entfallen musste.

Einige Schüler entscheiden sich für einen Kindergarten. Oftmals ist es die gleiche Einrichtung, die sie bereits selbst als kleines Kind besucht haben. Hier ist die Freude dann groß, wenn die eigene Kindergärtnerin dann plötzlich Kollegin ist. Das Spielen, Singen, Lachen, Basteln, Malen, Turnen und noch Vieles mehr bereitet nicht nur den kleinen Kindern große Freude, sondern auch den großen. Am Ende der Woche sind die meisten von ihren Eindrücken überwältigt und voller Begeisterung. Trotzdem stellen sie auch immer kritisch fest, wie anstrengend die erzieherische Tätigkeit ist und wie unterschiedlich die Bedürfnisse der einzelnen Kinder sind.

Doch viele wollen bewusst in den pflegerischen Bereich hineinschnuppern. Hier gilt es schon größere Berührungsängste zu überwinden. Vor allem bei Krankenhäusern, Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung klopfen unsere Schüler um eine Praktikumsstelle an. Diese Einrichtungen nehmen immer wieder gerne unsere Schüler auf und setzen sie auch intensiv ein. So dürfen Praktikanten im Krankenhaus die Patienten mit Essen versorgen oder den Blutdruck messen und in die sogenannte „Kurve“ eintragen. In Seniorenheimen helfen unsere Schüler bei der Körperpflege oder der Gestaltung des Alltags mit. Nach anfänglichem Zögern sind meist alle Schüler von sich selbst überrascht, wenn sie feststellen, dass die Arbeit mit älteren oder kranken Menschen zwar anstrengend, aber sehr bereichernd sein kann.

Nach der Praktikumswoche sind unsere Schüler einerseits immer voller Eindrücke, Begeisterung und konkreten Vorstellungen für ihre berufliche Zukunft. Andererseits sind sie aber auch immer froh, noch ein paar Jahre die Schulbank drücken zu dürfen, weil das Arbeitsleben doch anstrengender ist als gedacht.

Wir bedanken uns bei allen Betrieben, Kindergärten und Schulen, die dieses Schuljahr unsere Praktikanten so freundlich aufgenommen haben und ihnen ermöglicht haben, Arbeitsluft zu schnuppern:

  • Aktive Montessori-Schule Bayerwald, Oberried
  • Allgemeinarztpraxis Dr. med. univ. Höllein, Regen
  • Arberlandklinik, Zwiesel
  • Betreuungsverein des Kreis- Caritasverband Regen e.V.
  • Christophorus Schule, Schweinhütt
  • Familienpraxis am Arber, Dr. med. Dobrei, Bodenmais
  • Grundschule Bischofsmais
  • Grundschule Regen
  • Haus St. Gotthard, Kirchberg im Wald
  • Jugendtreff Tea Lounge, Regen
  • Kurzentrum Sonnenschein GmbH & Co. KG, Zwiesel
  • Maderer Zahnärzte, Regen
  • MVZ Arberland, Regen
  • Physiotherapie Pfrogner, Zwiesel
  • Schäfer Brillen-Kontaktlinsen-Hörgeräte, Regen
  • Wald Apotheke, Spiegelau

Kindergärten:

  • Bischofsmais: St. Hermann
  • Bodenmais: Kita St. Barbara
  • Regen: St. Josef, St. Anna
  • Kirchberg im Wald: St. Gotthard
  • Kirchdorf im Wald: St. Wilhelm
  • March: St. Peter und Paul
  • Rinchnach: St. Theresia
  • Schöllnach: St. Maria und Josef
  • Zwiesel: Kindergarten am Kirchplatz

Corina Wandinger