Kürzlich fand an der Siegfried-von-Vegesack Realschule die verpflichtende Aktionswoche „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ statt. Das Projekt wurde in der achten Jahrgangsstufe durchgeführt und soll der Stärkung des Praxis- und Lebensbezugs dienen. In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten wurden den Schülerinnen und Schülern weitere über den Schulalltag hinausgehende Kompetenzen mit Hilfe von Workshops und Exkursionen vermittelt.

Dabei wurden die Handlungsfelder Gesundheit, Ernährung, Haushaltsführung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten, Umweltverhalten und digital handeln miteinander verknüpft.

Julia Edenhofer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erarbeitete mit den Schülerinnen und Schülern an Stationen interaktiv, was eine klimabewusste und gesundheitsförderliche Ernährung im Alltag bedeutet. Eine nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln, die regionale und saisonale Auswahl und ein wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln standen dabei im Mittelpunkt. Auch Überlegungen, wie in Zukunft klimafreundliche Ernährung gestaltet werden kann, wurden zur Sprache gebracht.

Die dort gewonnen Erkenntnisse konnten sofort umsetzt werden, da jede Klasse mit einem begrenzten Budget von 100,00 Euro (die Aktionswoche wird vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus bezuschusst) losgeschickt wurde, um Zutaten für ein selbsterstellten Brunchbuffet einzukaufen.  Mit fachlicher Unterstützung von Manuela Weber und Margit Schiller, Lehrkräfte für Haushalt und Ernährung an der Realschule Regen, wurden die gekauften Lebensmittel sachgerecht eingelagert und am Folgetag zu einem großartigen Buffet verarbeitet, aufgebaut und anschließend natürlich gemeinsam verkostet.

Unter dem Programmpunkt „Waldpädagogik“ führte der ortsansässige Förster Herr Karl die Achtklässler durch den Wald. Mit erlebnisorientierten Übungen, durch Wahrnehmungsschulung mit allen Sinnen und durch Vorträge wurden der Schülerschaft natürliche Zusammenhänge vermittelt.

Kathrin Köck und Sebastian Keller, Lehrkräfte der Realschule Regen und zuständig für den Makerspace, konnten die Jugendlichen dazu animieren sich kreativ mit dem „Traum vom Fliegen“ auseinanderzusetzen und als krönender Abschluss darf mit den Ergebnissen noch an einem Wettbewerb teilgenommen werden.

Die Berufsberaterin Sandra Ulrich von der Bundesagentur für Arbeit, versuchte mit den jungen Menschen antworten auf die Frage „Wie geht es nach der Schule weiter?“ zu finden.  Da zwei Jahre schnell vergehen, ist eine rechtzeitige Berufswahl wichtig und muss in Ruhe vorbereitet werden, da es sich hierbei um eine weitreichende Entscheidung handelt.

Unter der Anleitung von Karin Wenig und Johannes Hof vom Jugendbüro Regen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Zeit für mich-Zeit für uns“ auseinander. Module wie Freundschaft-Partnerschaft-Liebe, Ich-Identität, wir sind Klasse oder ich und die Umwelt wurden dabei aufgegriffen.

Breite Materialunterstützung durch heimische Betriebe

Eigentlich war es eine Schnapsidee, die Manuela Topolski von der ILE Grüner Dreiberg, welche die Gemeinden Kirchberg im Wald, Kirchdorf im Wald, Rinchnach und Bischofsmais verbindet, Johannes Maria Haslinger vom Museum Rotes Schulhaus in Rinchnach und Matthias Böhm aus der Realschule Regen bei einer Besprechung vor einem halben Jahr erstmals ersponnen: Das kreative Arbeiten bei Kindern und Jugendlichen in unserer Region durch eine Ausschreibung weiter zu fördern.

Anlass war eine Vorbesprechung für die im Rahmen der Kulturtage in Rinchnach im Sommer geplante Ausstellung über Gustav Mesmer, der viele Jahre seines Lebens seinen ganz eigenen Traum vom Fliegen verfolgte. Obwohl von seinen Mitmenschen oft belächelt und für verrückt erklärt, zeichnete er im Stile von Leonardo Da Vinci Modelle von fliegenden Fahrrädern und anderen Objekten, die ihm eines Tages ermöglichen sollten, von einem Ort seiner Heimat in Baden-Württemberg zum nächsten zu fliegen.
Auch wenn es nie zu wirklich weiten Flügen gekommen ist, sind seine Werke doch so bewundernswert, dass sie im Rahmen der Kulturtage im Sommer in Rinchnach rund um das rote Schulhaus in einer Ausstellung bewundert werden können. Neben dieser Sammlung von Exponaten gibt es dort zudem wieder viele Bands, die immer öfter auch von weiter her nach Rinchnach reisen, um dort die ganz eigene relaxte Stimmung vor einem begeisterten Publikum zu genießen.

Aus pädagogischer Sicht war Böhm, Konrektor in Regen und ebenfalls Mitglied im Verein Rotes Schulhaus sofort Feuer und Flamme und schlug einen Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zu diesem Thema vor, wobei er die anderen Beteiligten nicht lange überzeugen musste. Dabei sollten die besten Beiträge der Nachwuchskünstler ebenfalls im Rahmen der Kulturtage ausgestellt werden. Damit jede Begabung zum Zug kommen kann, wird es drei Kategorien geben: Man kann entweder mit einer Zeichnung, einem flugfähigen Modell oder einer Plastik aus einer Vielzahl an Materialien von seinem speziellen Traum vom Fliegen beteiligen. Dabei ist der Wettbewerb sowohl für Startende aus den Schulen der Umgebung als auch für Einzelstarter gedacht. Eine Teilnahme ist bis Anfang Juli möglich. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.xn--ile-grner-dreiberg-r6b.de/aktuelles/detail/ile-kreativwettbewerb.html.

Manuela Topolski nutzte ihr ILE-Netzwerk um Firmen zu finden, die Materialien zur Verfügung stellen sollten und war von der Resonanz begeistert. Auch Lehrkräfte sprachen Firmen an, die spontan mitmachten. Die Teisnacher Firmen Pfleiderer, Elektro Vogl, Schreinerei Jungmann und Schlosserei Martin Kraus spendeten ebenso großzügig wie die Firma Bischof und Klein aus Konzell. Außerdem waren die Betriebe Holzbau Dengler aus Rinchnach, MaM Gebäudetechnik aus Bischofsmais, Mesutronic und WP Metallbearbeitung aus Kirchberg sehr schnell für die Unterstützung des Projekts mit Material zu haben.

Daraufhin wurde ein Aufruf an die Schulen gestartet und der Wettbewerb ausgeschrieben. Bisher haben das Gymnasium in Zwiesel, die Grundschule Bischofsmais, die Grundschule Rinchnach und die Realschule Regen die Beiträge ihrer Schüler angekündigt. Wer Materialien aus dem Spendenfundus braucht, kann sich gerne nach den Pfingstferien an der Realschule in Regen bei Herrn Böhm melden.

Nachdem nun Reste aus Holz, Papier, Metall, Plastik und Stoff verfügbar waren, konnten die ersten Schülerinnen und Schüler beginnen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und luden die Wettbewerbsmacher zu einem Besuch ein. So waren Johannes Haslinger und Manuela Topolski stark vom Feuereifer beeindruckt, den die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Schulbesuch zeigten. Zahlreiche fantastische und wirklich flugfähige Modelle konnten sie schon in einem frühen Stadium bestaunen. Für die Motivation gibt es natürlich neben der Freude am Werkeln noch einen weiteren Grund:

Neben Einkaufsgutscheinen bei regionalen Betrieben winkt den Siegerinnen und Siegern eine Verwirklichung ihres Traums vom Fliegen: Ein echter Flug im Bayerischen Wald.

Auf Politik fahren die jungen Leute für gewöhnlich nicht besonders ab. Wenn es aber im Politik- und Gesellschaftsunterricht so spannend zugeht, wie kürzlich in der 10 C der Realschule Regen, dann werden die Geister auch für den politischen Stoff wach.

Grund für diesen anspruchsvollen Unterricht war die Anmeldung zum „Europa Quiz“, für das sich europaweit Schulklassen bewerben konnten. Im direkten Online-Vergleich mussten so die zusammengeloste Schulklassen Aufgaben aus dem Themenfeld „Europa“ bewältigen. Die Klasse 10 C der Realschule mit Politiklehrerin Sabrina Schiermeier stellte sich der hat bereits früher an Europaprojekten teilgenomen und stellte sich so gern der neuen „Challenge“. Zuvor hatte man die Themen Europa, EU und bevorstehende EU-Wahl am 09.06.2024 noch einmal gründlich behandelt.

Alle warteten gespannt auf den Gegner, der durch die Ausrichter des Projekts „Bürger Europas e.V.“ zugeteilt wurde. Schülersprecher Felix Gschneidinger moderierte den Wettstreit und tippte nach der 40 Sekunden Vorgabe die Antwort ein, welche die Klasse vorgeschlagen hatte. Zu jeder Frage gab es drei Antwortmöglichkeiten und mit jeder Frage stieg die Spannung. Am Ende siegte die Realschule Regen mit 13 zu 11 richtig beantworten Fragen. Nach Beantwortung der jeweiligen Aufgabe wurde im Nachgang ein Video mit Erklärung gezeigt, um den Schülerinnen und Schülern die Antwort zu erklären. Neben Fragen zu europäischen Satellitennamen, EU-Kommission und der Neueinführung des Wahlrechts ab 16, ging es auch um geografische Fragen und potenzielle EU-Beitrittsländer.

Durch den Sieg der Realschule Regen werden sie in den Gewinnerpool aufgenommen und können im Dezember aus diesen einen Sachpreis erhalten.

Nach dem überraschenden Sieg bei der ersten Teilnahme an einem Robotik-Wettbewerb im Jahr 2023 konnte die Realschule Regen in diesem Jahr erneut mit beeindruckenden Leistungen bei der niederbayerischen Meisterschaft hervorstechen und an den Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen. Das Siegerteam der Schule um Felix Brunner und Fabian Engstler (beide 9a, naturwissenschaftlicher Zweig) setzte sich im Fortgeschrittenen-Wettbewerb gegen starke Konkurrenz durch und sicherte sich somit die Teilnahme am Bayernfinale in Amberg.

Bereits im Vorfeld war klar: die Erst- und Zweitplatzierten fahren zum Bayern-Finale nach Amberg, bei dem alle Gewinner der regionalen Vorentscheide gegeneinander antreten werden und der Sieger der bayerischen Robotikmeisterschaft bestimmt wird. Und so fiebern Felix Brunner und Fabian Engstler bereits jetzt dem Finale am 16.07.2024 entgegen, bei dem sie mit Unterstützung durch IT-Lehrkraft Sebastian Keller um den Titel kämpfen werden.

Die weiteren Teams der Realschule Regen, darunter das Fortgeschrittenen-Team um Max Stiglbauer (9a) und Philipp Kroner (9b) und das Einsteiger-Team um Michael Köppl (7a), Louis König (7a) und Kilian Wiese (8a) konnten ebenfalls zufriedenstellende Ergebnisse im oberen Mittelfeld einfahren. Auch die mit Abstand jüngsten Teilnehmer der Regener Realschule, Samuel Hilgart und Leander Wiese (beide 6b), konnten erste Wettbewerbsluft schnuppern und versuchten sich als Neulinge im Wahlfach „Robotik“ an der durchaus komplexen Einsteiger-Aufgabe.

Eine besondere Komponente dieses Wettbewerbs war die Tatsache, dass einige der teilgenommenen Schüler der Realschule Regen im Februar die Möglichkeit hatten, bei der finnischen Partnerschule in Oulu zu Gast zu sein. Diese Partnerschule, die als Spezialist im Bereich Robotik gilt, bot den deutschen Schülern eine einzigartige Gelegenheit, von finnischen Experten zu lernen und sich mit internationalen Best Practices vertraut zu machen. Der Austausch mit der Partnerschule in Finnland war von großem Wert und hat dazu beigetragen, dass die deutschen Teilnehmer ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich der Robotik weiterentwickeln konnten.

Die niederbayerische Robotik-Meisterschaft in Riedenburg war nicht nur ein Wettkampf, sondern auch eine Plattform für junge Talente, ihre Fähigkeiten im MINT-Bereich zu demonstrieren und sich weiterzuentwickeln. Hinzu kam, dass viele Sponsoren vor Ort vertreten waren, darunter BMW und der deutsche Vertrieb für VEX Robotik-Systeme, bei denen die Schüler Kontakte für Praktika knüpfen und Informationen für ihre spätere Berufslaufbahn einholen konnten.

Das Wahlfach „Robotik“ der Realschule Regen bedankt sich ganz herzlich beim Vorsitzenden des Arbeitskreises Robotik Klaus Luber von der Realschule Riedenburg für die sehr gute Organisation des Wettbewerbs sowie bei allen unterstützenden Firmen für die Sachpreise sowie Verpflegung.

Tag der offenen Tür und Besuch aus der Tschechischen Republik

Turbulent geht es im Moment in der Siegfried-von-Vegesack-Realschule zu: Für die neuen Schülerinnen und Schüler zeigte die Schulfamilie am Tag der offenen Tür bei guten Besucherzahlen und bestem Wetter ein buntes Programm, bei dem man an über 20 Stationen vieles praktisch ausprobieren konnte und bei dem die Schule auch ihre Ziele der Schule darstellte. So konnten die jungen Besucherinnen und Besucher zusammen mit ihren Eltern und vielen Ehemaligen Instrumente testen, Chemie- und Physikversuche bestaunen oder ein Lesekino besuchen. In der Turnhalle begeisterte ein Abenteuerparcours und die Schulband mit Schülerinnen, Schülern, Lehrern und dem Schulleiter spielte auf. Auch konnte ein Geographierätsel gemacht werden und im Fach Geschichte wurden Hieroglyphen gemalt.

In einigen Stationen spiegelte sich auch das Europaprojekt wider, das der Realschule besonders wichtig, da so den Schülern und ihren Eltern viele Fahrten trotz steigender Energie- und Transportkosten über die EU-Förderung kostenlos zur Verfügung gestellt werden könne: Am Französischstand fanden sich neben Crêpes auch Bilder aus einem Aufenthalt an der Partnerschule bei Paris und die Robotikgruppe, die gute Beziehungen nach Finnland pflegt, gewann an diesem Tag einige neue Technikfans durch die gelebte Begeisterung für ihr Hobby.

In einem Vortrag wurde der Plan hinter diesen Aktivitäten erklärt: Es geht darum, Offenheit für Neues zu schüren, die Neugierde zu befeuern und von anderen zu lernen, was auch dem täglichen Unterricht und der Ausstattung der Schule zu Gute kommt.

Zu dieser Offenheit zählt auch das Erlernen von Empathie, die jeder am Tag der offenen Tür in einem Rollstuhlparcours selbst erfühlen und somit lernen konnte. Sich in andere – scheinbar Schwächere – hineinzuversetzen, spielt dabei eine große Rolle.

Außerdem gehört auch die Begegnung mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern zu diesem Vorhaben, welche auch in der Begegnung mit unseren direkten Nachbarn aus Tschechien gelebt wird. Nachdem im letzten Schuljahr zusammen ein interaktiver Wanderweg im Sumava-Nationalpark auf tschechischer Seite gestaltet wurde, stand nun der Gegenbesuch einer Abschlussklasse aus Horazdovice in Regen an.

Dabei wurde eine Sprachanimation durchgeführt, bei der es um Abbau von Kommunikationshemmnissen geht. Ein Plan, der überraschend schnell funktionierte: Schon nach kurzer Zeit wurde aus einer Mischung von Englisch, Deutsch, ein wenig Tschechisch und viel Händen und Füßen wie unter alten Freunden kommuniziert und wieder einmal festgestellt, dass man gar nicht so verschieden ist.

Begleitendend fanden Gespräche zwischen Mitgliedern der Schulleitungen beider Schulen statt um die Chancen der Intensivierung der Zusammenarbeit in den nächsten Jahren auszuloten. Nach einem Besuch von verschiedenen Unterrichtsstunden und gemeinsamen Sport ging der tolle Besuchstag für beide Seiten mit der Erkenntnis zu Ende, dass es wichtig ist, über den eigenen Tellerrand zu blicken und voneinander zu lernen.

Am 25. April 2024 erlebten die Schülerinnen der Klassen 9a und 9d der Realschule Regen einen inspirierenden Girls’Day an der Technischen Hochschule Deggendorf. Die Mädchen hatten die Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Technik einzutauchen und interessante Einblicke zu gewinnen. Sie nahmen dazu an spannenden Workshops teil, die vom autonomen Fahren mit Hilfe von Robotik bis hin zu Akustikdesign im reflexionsarmen Raum und der Produktion von Soundaufnahmen reichten. Unter der Anleitung erfahrener Studenten konnten sie sogar ihre Fähigkeiten in der Elektrotechnik beim Löten eines LED-Blinkers erproben.

Darüber hinaus konnte ein Teil der Mädchen in der Fakultät Maschinenbau einen Workshop mit hands-on-Mentalität und einem Produkt als Output besuchen. Im Zentrum stand hier die Gestaltung eines Kleiderbügels, dessen Schaffungsprozess von Idee, Skizze, Prototyp, CAD-Analyse, 3D-Druck, Modellierung, Rendering bis zur Fertigung beleuchtet und von den Schülerinnen selbst durchgeführt wurde.

Währenddessen besuchten die Jungen der Klassen 9a und 9d der Realschule Regen im Rahmen des Boys’Day den Gesundheitscampus der Technischen Hochschule Deggendorf, wo sie in die Welt der „Angewandten Gesundheitswissenschaften“ eintauchten. Die Schüler erhielten Einblicke in verschiedene Bereiche, darunter Anatomie, Diagnostik, Pflege und Physiotherapie. Zudem konnten sie ihre Kompetenzen im Bereich Gesundheit auf die Probe stellen, indem sie beispielsweise analysieren durften, wie gesundheitsschädlich zu langes Sitzen tatsächlich sein kann. Im Großen und Ganzen konnten die Schüler am Gesundheitscampus der THD praktische Erfahrungen sammeln und herausfinden, wie vielfältig und anspruchsvoll die Berufsfelder im Gesundheitswesen sind.

Girls’Day und Boys’Day sind nicht nur Veranstaltungen, die junge Menschen dazu ermutigen, über geschlechtsspezifische Klischees hinauszublicken, sondern sie bieten auch eine einzigartige Gelegenheit, Talente zu entdecken und Berufsmöglichkeiten zu erkunden. Durch solche Initiativen wird das Bewusstsein für Chancengleichheit und Vielfalt gestärkt und junge Menschen werden ermutigt, ihre Leidenschaften zu verfolgen und ihre beruflichen Träume zu verwirklichen.

Das MINT-Team der Realschule Regen bedankt sich bei seinem Kooperationspartner, der Technischen Hochschule Deggendorf, ganz herzlich für die Einladung und die lehrreichen sowie kurzweiligen Workshops.

Was bedeutet ‚Zivilcourage‘ und wie zeigt man sie im Alltag? Dieser Frage gingen in den
letzten Wochen die Schülerinnen und Schüler aller vier 8. Klassen der Siegfried-von-
Vegesack Realschule auf den Grund. Eingeladen zu diesem Thema war PHM Maximilian
Dengler, Präventionsbeauftragter der Polizei Regen, der durch das Projekt führte und den
Jugendlichen nützliche Informationen und konkrete Tipps an die Hand gab sowie
anschauliche Beispiele aus dem Polizeialltag brachte.

‚Zivilcourage‘ heißt in etwa ‚Mut im Alltag zeigen‘ und schnell wurde klar, dass dieser Mut
schon bei kleinen Dingen im Alltag, insbesondere auch an der Schule gefragt sein kann.
Egal, ob man sich mit seiner eigenen Meinung abseits von der Mehrheit positioniert, oder ob
man jemandem hilft, der schuldlos in eine gewaltsame Aktion verwickelt wird – in vielen
Situationen kann man seine Courage beweisen.

Eine wichtige Information brachte Herr Dengler bereits am Anfang seines kurzweiligen
Vortrags: wenn man selbst in eine Gewaltsituation komme, sei es in der Regel immer ratsam,
sich zu wehren. Eine polizeiliche Statistik zeige, dass schon bei leichter Gegenwehr, wie z. B.
einer laut ausgesprochene Aufforderung an den Angreifer aufzuhören, oder ein deutliches
Zurückweisen, circa zwei Drittel der Täter von ihren Opfern ablassen würden. Natürlich hänge
eine Gegenwehr aber auch immer von der konkreten Situation ab. Habe der Angreifer etwa
eine Waffe in der Hand, dann wäre es ausnahmslos ratsam, so PHM Dengler,
schnellstmöglich zu flüchten.

Weiterhin wurden einige rechtliche Grundlagen und Paragraphen rund um das Thema
‚Notwehr‘ und ‚Nothilfe‘ diskutiert. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern klar gemacht,
dass sie keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben, falls sie sich wehren bzw.
anderen zu Hilfe kommen und dabei z. B. Gewalt anwenden müssten.
Zudem bestehe sogar für jeden Bürger die Pflicht, Mitmenschen zu helfen, wenn sie in Not
geraten sind. Wenn die Situation zu gefährlich sei, brauche man natürlich keinesfalls selber
einschreiten, jedoch müsse ein jeder, nachdem er sich selbst aus der Gefahrenzone entfernt
hätte, zumindest Hilfe holen und die Polizei unter 110 rufen.
Zum Thema ‚Gefahrensituation‘ führte die Gruppe daraufhin eine rege Diskussion, ob und wie
man sich im Vorfeld auf eine solche vorbereiten könne. Der Großteil der Runde war sich
sicher, dass dafür Hilfsmittel wie etwa Tierabwehrsprays ideal seien. Davon riet PHM Dengler
jedoch vehement ab. Jemand, der den Einsatz eines solchen Sprays nicht geübt habe, kann
dieses wahrscheinlich auch nicht richtig einsetzen. Er sehe zwar durchaus den Nutzen, dass
der Besitz einer solchen ‚Verteidigungshilfe‘ das Gefühl von Sicherheit gäbe, doch er rate
vielmehr zu Schlüsselanhängern oder Ähnlichem, die in einer Notsituation einen extrem
lauten Ton von sich geben, denn ‚nichts helfe in einer solchen Situation mehr, als Licht oder
Lautstärke!‘
Abschließend konnten die Jugendlichen bei Gruppenarbeit noch einmal alles, was sie an
diesem Vormittag erfahren haben, rekapitulieren und anwenden. Dazu wurde ihnen ein
kurzer Filmausschnitt gezeigt, in dem ein Jugendlicher Zeuge eines Überfalls wird.
Danach wurde der Film gestoppt und verschiedene Gruppen überlegten, welche
unterschiedlichen Endungen diese Situation nehmen könne. Die vielfältigen,
unterschiedlichen Gedanken dazu wurden dann angesprochen und diskutiert.
So ging ein vierstündiges Projekt zu Ende, das für die Schülerinnen und Schüler äußerst
interessant und lehrreich war. Auch wenn natürlich jeder davon hofft, nie in eine gefährliche
Situation zu kommen, wurden hier hilfreiche Verhaltensratschläge erarbeitet, die im
Zweifelsfall gewinnbringend eingesetzt werden können.

Allen Beteiligten war jedenfalls klar, dass über Civilcourage zu sprechen relativ einfach
scheint, aber im echten Leben dazu viel Mut benötigt wird.

S. Kisyma

Am Samstag, 20. April, fand in Eging am See ein für Nachwuchssanitäter bedeutendes Ereignis statt, das Kinder und Jugendliche aus den Landkreisen Regen, Deggendorf, Passau und Freyung-Grafenau zusammenbrachte: der Regionalwettbewerb des Jugendrotkreuzes. Unter dem Motto der Solidarität und des Wettbewerbsgeistes traten die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen an, um ihr Können und ihre Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen. Von kreativen Aufgaben über praktische Erstversorgung zweier Patienten bis hin zur Prüfung theoretischer Kenntnisse bot der Wettbewerb eine Vielzahl von Herausforderungen, die die Teilnehmer meistern mussten.

Der Regionalwettbewerb war für unsere sechs teilnehmenden Schulsanitäter letztendlich ein voller Erfolg: Insgesamt belegten sie in einem Feld von 14 startenden Gruppen den 3. Rang und in ihrer Altersstufe II gar den 1. Platz. Diese Bereitschaft, an einem Samstag die wohlverdiente Freizeit zu „opfern“ und auch die Hingabe, mit der unsere Schüler die einzelnen Stationen bewältigten, sind ein Beweis dafür, dass die Jugend von heute gewillt ist, sich für das Gemeinwohl einzusetzen und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Wir können gespannt sein, was diese jungen Menschen in Zukunft noch erreichen werden.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Ergebnis und vielen Dank für euren Einsatz!

Ein großes Dankeschön richten wir auch an das JRK Regen, besonders an Ludwig Schiller, für die Unterstützung und den kostenlosen Transport unserer Schüler zum Wettbewerb.

 

Christine Baumgartner

Klasse 8d erstellt explainity clips zur „Industrialisierung“

Im Lehrplan der achten Jahrgangsstufe stellt die Industrialisierung in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts und die damit verbundene Soziale Frage ein zentrales Thema dar.

Zu diesem Themenkomplex erarbeiteten sich die Schüler selbstständig die Inhalte, die sie in ihrem Geschichtsbuch zu diesem Thema vorfanden. Diese Inhalte fütterten sie jedoch auch noch mit weiteren Informationen, die ihnen eine Internetrecherche lieferte. Um die Erfassung der einzelnen Themen zu erleichtern, erhielten die Schüler zu jedem Detailthema eine grobe Strukturskizze.

Nach diesen inhaltlichen Vorarbeiten erfuhren die Schüler, wie ein explainity clip erstellt wird. Dabei handelt es sich um ein Erklärvideo, durch das mit der so genannten „Lege-Wisch-Technik“ komplexe Sachverhalte bildlich und mit zusätzlich gesprochenen Informationen erklärt werden. Mit Hilfe dieser Informationen machten sich die Schüler nun an die Erstellung des Drehbuchs, auch Storyboard genannt. Die zuvor gesammelten Informationen wurden auf das Wesentliche gekürzt, Sprechertexte verfasst und passende Bilder und Symbole gezeichnet. Nach einer intensiven Übungsphase konnten die Clips gedreht werden.

Das folgende Beispiel beschäftigt sich mit der „Veränderung der Lebens- und Arbeitsbedingungen während der Industrialisierung“:

https://www.youtube.com/watch?v=UX-MyYg_Qmg

Weitere Detailthemen waren „Industrialisierung in Bayern“, „Die Arbeiter und die Soziale Frage“ und „Lösungsansätze zur Sozialen Frage“. Auch zum letzten Thema findet sich hier ein kurzes Video:

https://www.youtube.com/watch?v=0pyd8bYeRss

Nach dieser intensiven Arbeitsphase konnten die Schüler der Klasse 8d wirklich stolz auf ihre Ergebnisse sein.

Corina Wandinger

Am letzten Schultag vor den Osterferien konnten die 5. Klassen heuer wieder eine spannende Ostereiersuche erleben. Die SMV versteckte dazu bunte Eier im Garten und im Schulgebäude der Realschule.

Anschließend traten die drei fünften Klassen gegeneinander an und versuchten möglichst viele versteckte farbige Eier zu sammeln, denn die Klasse mit der Höchstpunktzahl durfte sich über die meiste Schokolade freuen. Hierbei war Teamfähigkeit, Zusammenhalt und Kooperation gefragt, denn das ein oder andere Ei befand sich an etwas schwierig zu erreichenden Plätzen.

Am Ende konnte die Klasse 5c den ersten Platz für sich behaupten und wurde vom rosa Osterhasen (Max Oswald) reichlich beschenkt. Auch die übrigen Schüler erhielten eine kleine Belohnung und so konnten alle mit einem Lächeln in die wohlverdienten Osterferien starten.