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Deutscher Lesepreis: Regen hat Chancen
700 Bewerbungen, 48 nominierte Projekte für Engagement in Leseförderung – und die Realschule ist mit dabei

Lesepreis

(Bayerwald-Bote) Große Freude an der Siegfried-von-Vegesack-Realschule über eine E-Mail der Stiftung Lesen. Der Beitrag aus Regen, der in den Kategorien „Herausragende Leseförderung an Schulen“ und „Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien“ eingereicht wurde, ist für den Deutschen Lesepreis 2019 nominiert. Zentrale Elemente, die den Beitrag einzigartig machen, sind laut Stiftung Lesen die Feindiagnose der zugrundeliegenden Ursachen von Leseproblemen mittels Blickbewegungsanalysen und die auf einer Lesehomepage basierende individuelle Förderung der einzelnen Schüler. Somit holte das Förderprogramm der Regener nach Begutachtung durch ein Expertenkomitee einen von 48 Plätzen in fünf Kategorien auf der diesjährigen Shortlist des Lesepreises. Ausgewählt wurde es aus rund 700 Bewerbungen aus ganz Deutschland – mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr. Zusätzlich verleiht die Commerzbank-Stiftung den Sonderpreis für prominentes Engagement an eine Person des öffentlichen Lebens. Die Preisträger werden am 6. November in Berlin gekürt. Der mit insgesamt 25 000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine Initiative von Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförderung verliehen. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Kulturministerin Monika Grütters.

„Jedes Kind in Deutschland hat ein Recht auf Leseförderung“, betont Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Um junge Familien, Kita- und Schulkinder für das Lesen zu begeistern, braucht es jedoch Projekte, die zu ihrem Alltag passen und individuelle Bedürfnisse berücksichtigen. Die Shortlist des Lesepreises zeigt, dass es im ganzen Bundesgebiet herausragende Initiativen gibt. Ob digital oder analog, in der Stadt oder auf dem Land, für kleine oder große Kinder: Diese Leseförderprojekte sind erfinderisch, erprobt und erfolgreich.“ Astrid Kießling-Taskın, Vorständin der Commerzbank-Stiftung, betont: „Die große Anzahl an Bewerbungen zeigt, wie bekannt und bedeutend der Lesepreis mittlerweile ist. Das macht uns als Mitinitiatoren natürlich stolz. Es zeigt aber auch, welche Wirkung mit nachhaltiger Förderung erzielt werden kann.“ Genau das wolle man erreichen: einen werthaltigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft leisten. Lesekompetenz ist die entscheidende Grundlage für den Bildungserfolg und den weiteren Lebensweg von Kindern und Jugendlichen. Allerdings zeigen Pisa- und Iglu-Studien sowie OECD-Berichte für die Lesekompetenz von Kindern in Deutschland seit Jahren große Defizite auf: 18,9 Prozent der Grundschulkinder und 16,2 Prozent der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler verfügen nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz. Darüber hinaus können laut LEO-Studie 2018 rund 6,2 Millionen Erwachsene hierzulande nicht richtig lesen. Für eine funktionierende Gesellschaft bedarf es jedoch der Lesekompetenz all ihrer Mitglieder. Daher ist Leseförderung unabdingbar: überregional ebenso wie vor Ort. Um entsprechenden Einsatz zu stärken und zu würdigen, verleihen die Initiatoren seit 2013 jährlich den Deutschen Lesepreis an Menschen, die sich der Leseförderung über alle Zielgruppen hinweg verschreiben.

 

 

 

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