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Eröffnung der gleichnamigen Karikaturenausstellung in der Aula der Realschule

aussichten1Vertreter aus Schulen und Behörden bei der Ausstellungseröffnung zusammen mit Eine-Welt-Promoterin Kirstin Wolf (Bildmitte)

Die zurzeit an einigen Schulen im Landkreis ausgestellten Karikaturen über „Konsum, Klima und andere Katastrophen“ machen in dieser Woche Station in Regen. Zur Eröffnung in der Realschulaula, an der neben zwei Schulklassen und einigen Lehrkräften auch Vertreter von Nachbarschulen, Mitglieder des Stadtrates und aus dem Kirchen-gemeinderat teilnahmen, führte Realschuldirektor Michael Vogl in die Thematik ein. Anhand des Titelbildes, auf dem ein Paar auf das von Plastikmüll bedeckte Meer blickt, erklärte er die Wirkung von Karikaturen. Der gutgemeinte Vorschlag in der Sprechblase, nur blaue Plastiktüten zuzulassen, würde zwar die Farbe dem Meer ähnlich machen, aber an der Situation nichts ändern. Vordergründig lacht man über diese naive Ansicht, aber bei genauerem Nachdenken erkennt man die Problematik von Plastikmüll und vielleicht auch, dass man selbst dazu beiträgt. Die Realschüler haben in dieser Woche die Gelegenheit, sich im Unterricht mit den von den Fachschaften Religion, Deutsch und Erdkunde ausgewählten Karikaturen und den darauf dargestellten Alltags- Problemen auseinanderzusetzten, sich über die Hintergründe von Klimawandel, Energieverschwendung, Umweltverschmutzung und Lebensstil zu informieren und vielleicht sogar Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Die Klasse 6a unter Leitung von Ilona Koppitz spielte auf sogenannten Broomsticks ein Instrumentalstück, bevor Gastrednerin Kirstin Wolf die Schüler und Gäste begrüßte und das beständige Engagement der Fairtrade-Schule lobte. Die Eine-Welt-Promotorin informierte genauer über die Ausstellung, die von Misereor in Zusammenarbeit mit dem Bistum Bamberg erarbeitet wurde. Aus über 1000 Einsendungen von internationalen Karikaturisten wurden 99 Bilder ausgewählt, die einen anderen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit werfen, überspitzt Kritik üben, aber zugleich mit Humor Bewusstseinsbildung leisten. Ohne erhobenen Zeigefinger werden die eben nicht so glänzenden Aussichten für die Menschheit dargestellt und zeigen damit eine stärkere Wirkung. „Schmunzeln stärkt die Tatkraft“, meinte sie abschließend und forderte dazu auf zu lachen, nachzudenken und mit den Veränderungen bei sich selbst zu beginnen. Auch Andreas Kroner, der in seinem Amt als 3. Bürgermeister ein Grußwort sprach, ging darauf ein, wie Karikaturen die Widersprüche aufzeigen und ermutigte die junge Generation dazu, umzudenken, anzupacken und etwas zu ändern. „Gerade in den kleinen Dingen, die unseren Alltag und unser Handeln prägen, können wir konkrete Schritte unternehmen.“

Die Karikaturenausstellung ist noch bis Freitag in der Realschule Regen zu sehen, täglich bis 16 Uhr. Danach wandert sie an Schulen in Viechtach weiter.

 

 

 

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