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Mit Reife und Wissen gegen rauen Wind
Realschule Regen vergab am Freitag Zeugnisse an 95 Absolventen – darunter waren 17 Einser-Schüler

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(Bayerwald-Bote) Ein auffallend festliches Bild boten die 95 Absolventen der Siegfried-von-Vegesack-Realschule Regen bei der Zeugnisverleihung am vergangenen Freitag. „Ihr seid die bestgekleideten Absolventen, die ich in diesem Sommer gesehen habe“, meinte etwa Landrat Michael Adam. Aber die Entlass-Schüler glänzten nicht nur äußerlich (wegen des anschließenden Abschlussballes im Faltersaal), sondern auch von ihren Leistungen her. 17 von 95 Schulabgängern hatten in ihren Zeugnissen für die mittlere Reife eine Note mit eins vor dem Komma stehen. Und Lukas Arbinger aus Regen hatte gar eine glatte 1,0 geschafft.
Dabei gehe es in so einer Abschlussklasse zu wie beim Confed-Cup (den Deutschland unlängst gewonnen hat), sinnierte stellv. Schulleiter Michael Vogl in seiner Begrüßung. Die Spieler/Schüler müssten auf ihre Trainer/Lehrer hören, um zum Erfolg zu kommen. Und je nach Talent und Veranlagung kämen Spieler/Schüler mitunter auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel.
Man nehme aus der Schule neben Bildung noch mehr mit, meinte Landrat Adam in seinem Grußwort. Er deutete einen Ausspruch seines Opas („a Minutn z’lang studiert, dann is der Depp firti“) in eigenen Worten um: Bildung sei gut und wichtig, aber man müsse auch das Werkzeug haben, um die „Power auf die Straße zu bringen“. Und da mache er sich bei den Regener Realschülern keine Sorgen.
Regens 3. Bürgermeister Andreas Kroner spann rund um das Wort Abschluss einige Gedanken zu diesem Lebensabschnitt. Er sei Abschied und Beginn zugleich, für die Eltern gehe eine sorgenvolle Zeit zu Ende. Jetzt werde aber erst einmal gefeiert. Cornelia Arbinger sprach als Vorsitzende des Elternbeirats Abschiedsworte.

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Einen Überblick über die Schulzeit jenseits des Unterrichtsstoffes, garniert mit Bildern, gaben Blina Krasniqi und Joseph Kaiser. Da bekamen die Skilager ebenso ihren Platz wie die Tage der Orientierung, die Kroatien-Reise, das Campen am Regener Stausee – und die philosophischen Dispute in Konrektor Vogls „Hobbykeller“. Schulleiter Werner Mixa äußerte in seiner Ansprache den Verdacht, der Begriff „Mittlere Reife“ sei möglicherweise nicht wirklich cool. Aber er finde ihn immer noch passend und auch hintersinnig, gehe es doch nicht nur ums Abfragen von Wissen, sondern um Lebensreife. „Der Wind wird künftig rauer wehen als hier, das werde ihr merken“, meinte Mixa, „aber ihr habt das Rüstzeug dafür bekommen.“
Mit einem breitgefächerten Musikprogramm wartete die Entlassfeier auf. Gleich zu Beginn hatte das Blechbläsersextett eine feierliche Allemande gespielt, die Schulband mit vier Sängerinnen schloss sich an. Als Solopianistin glänzte zweimal Vanesa Murtezi, Florian Hödl spielte „My Way“ auf der Trompete – beides Absolventen. Und Pia Öttl zelebrierte als Sängerin „One Moment in Time“. Kurzweilig war die Zeugnisvergabe gestaltet: Zu (fast) jedem Absolventen war ein Foto von der Einschulung zu sehen.
Ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche und ein Stehempfang in der Schulaula waren der Entlassfeier vorangegangen.

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