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Schulziel: Fairer Handel
Realschule Regen bekam den Titel „Fairtrade School“ verliehen

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(Bayerwald-Bote) Orangensaft , Bananen und Schokoriegel im Pausenverkauf, Kaffee im Lehrerzimmer, Religions- und Kunstunterricht: Überall dort zieht sich seit einiger Zeit das Thema fairer Handel als roter Faden durch die Siegfried-von-Vegesack-Realschule. Und deshalb darf sie sich jetzt „Fairtrade School“ nennen. Als zweite Schule im Landkreis nach dem Gymnasium Zwiesel hat sie diese Auszeichung am Mittwoch erhalten. Kirstin Wolf vom Eine-Welt-Netzwerk Bayern überreichte das Siegel bei einer Feierstunde in der Schulaula. Vergeben wird es vom Verein Transfair.
Die Schüler hatten das Thema unter der Federführung der Lehrerinnen Margit Schiller und Maria Raith aufgegriffen. Und ganz entscheidend war der Kontakt zu Traudl Schrader vom Eine-Welt-Laden in Zwiesel. Der Elternbeirat ist ebenso mit im Boot wie die Arberland REGio GmbH und der Landkreis, bei der Verleihung durch stellv. Landrat Helmut Plenk vertreten. „Fair Trade ist kein Zustand, sondern eine Aufgabe“, sagte Schulleiter Werner Mixa in der Feierstunde, „und die können die Schüler allein nicht schultern.“ Mixa erhofft sich einen Bewusstseinswandel, der auch aus der Schule mit nach Hause genommen und nach außen getragen wird. „Es geht um nachhaltigen Konsum und das Übernehmen von Verantwortung.“

Jedi-Radler bringen Schüler ins Schwitzen
Die Abschlussprüfungen an der Realschule haben gestern mit dem Deutsch-Test für alle begonnen

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(Bayerwald-Bote) „Gell, Frau Strunz, der Text von de Jedi-Radler is a Glosse?“ Die Zehntklässler der Realschule, die gerade nach vierstündiger Deutsch-Prüfung die Turnhalle verlassen haben, brauchen von ihrer Deutschlehrerin sofort eine Rückmeldung, ob sie die Textsorte auch richtig bestimmt haben. Frau Strunz kann sie beruhigen: Der Artikel aus dem „Spiegel“ , in dem der Trend zu sündteuren Fahrrädern als Statussymbol von Großstadt-Rittern aufs Korn genommen wird, ist eine Glosse.
Der Prüfungstag hatte früh begonnen – zumindest im Direktorat: „Geöffnet am 21. Juni um 6.30 Uhr“ steht handschriftlich auf dem Kuvert, in dem die Prüfungsaufgaben steckten und das einmal versiegelt war.
Eineinhalb Stunden später lag je eine dieser Aufgaben auf einem nummerierten Schreibtisch in der Turnhalle. 240 Minuten hatten die Zehntklässler nun Zeit, sie zu erledigen. Neben einem textgebundenen Aufsatz mussten die 95 Absolventen, 40 Burschen und 55 Mädchen, auch eine Erörterung schreiben – über Doping oder über nachhaltigen Tourismus zum Beispiel. Keiner aus dem Jahrgang fehlte am ersten Prüfungstag. Deutsch ist für alle Pflicht – für die 24 Schüler aus dem Technik-Zweig ebenso wie für die 39 Wirtschaftler, die 17 „Franzosen“ und die 16 aus dem Sozialwesen-Zweig.
Die „Sozialen“ sorgen für eine Premiere: Erstmals schreiben Schüler aus diesem Zweig, den es im Landkreis einzig an der Siegfried-von-Vegesack-Realschule gibt und der vor vier Jahren eingeführt worden ist, ihren Abschluss. Kommunikation, Zusammenleben, Werte/Normen, Menschen mit Behinderung und Migranten, die sozialen Aspekte der Arbeitswelt, Vereine, Globalisierung – diese Themen sind laut Lehrplan zu bearbeiten, erläutert Corina Wandinger, die die Zehntklässler in Sozialwesen unterrichtet hat. In der achten und neunten Klasse waren sie jeweils eine Woche lang in einem Pflichtpraktikum – in Kindergärten, bei der Lebenshilfe, im Jugendamt, Krankenhaus oder in einer Praxis für Ergo-, Logo- und Physiotherapie.

Klare Ansage: Mobbing ist nicht cool!
Mit zwei selbst gedrehten Filmen bringt die 9c der Realschule das Thema unter die Fünftklässler

Projekt 9c

(Bayerwald-Bote) Eine abfällige Bemerkung. Ein Tuscheln. Ist das schon Mobbing? Oder muss erst beschimpft oder geschubst werden? Wie es zu Ausgrenzung kommt und wie ein Mobbing-Opfer sich wehren kann, damit beschäftigen sich die 23 Schüler der Klasse 9c der Siegfried-von-Vegesack-Realschule seit etwa einem halben Jahr. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein Anti-Mobbing-Projekt, das am Donnerstag den Praxis-Test bestanden hat.
In der Mensa präsentierten die Neuntklässler nacheinander den drei fünften Klassen ihre beiden Filme über zwei fiktive Mobbing-Fälle – mit einem guten und einem offenen Ende. In Kleingruppen setzten sie sich dann mit den Fünftklässlern zusammen, um das Thema zu vertiefen. Nicht erst, als ein Mädchen aus einer fünften Klasse dabei in Tränen ausbrach und von eigenen Erlebnissen zu erzählen begann, war den „Großen“ klar: Sie haben mit ihrem Thema einen Nerv getroffen.
„Jeder hat das Recht, sich an der Schule wohlzufühlen“, ist Stefan Hafner überzeugt. Er ist nicht nur Klassenlehrer der 9c, sondern seit vielen Jahren Vertrauenslehrer der Schule. Hafner weiß, wie wichtig es ist, nicht wegzuschauen und zeitig einzugreifen. „Jeder hat die Pflicht zu handeln“, ist Hafner überzeugt. Auch den Jugendlichen ist klar, dass es nicht allein um den Mobber und sein Opfer geht, sondern stets auch das Umfeld, etwa die Klasse, betroffen ist. „Die Schule zu wechseln bringt meist nichts, der gemobbte Schüler nimmt ja seine angreifbare Persönlichkeit mit“, gibt der Pädagoge zu bedenken.

Wir wünschen allen Schülern und Eltern
eine erholsame Zeit in den Pfingstferien mit viel Sonnenschein
und einen guten Start nach den Ferien!

Pfingstferien

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