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Yanomami-Vortrag an der Realschule Regen
Yanomami

„Machen Sie das alles freiwillig?“, war die erstaunte Frage eines Schülers der 5. Klasse der Siegfried-von-Vegesack-Realschule an Frau Christina Haverkamp. Seit fast 30 Jahren setzt sie sich für das Überleben der Yanomami-Indianer in Brasilien und Venezuela ein, deren Lebensraum durch Abholzung der Regenwälder, Minenkonzerne, Großgrundbesitzer und Goldsucher stark gefährdet ist. Christina Haverkamp erklärte z.B. die zerstörerische Vorgehensweise der Goldsucher. Zum einen entstehen durch das Abschlämmen des Bodens mit Wasser große Sumpfgebiete, ein ideales Brutgebiet für die Anopheles-Mücke, die die Malaria überträgt. Zum anderen wird zur Goldbindung hochgiftiges Quecksilber verwendet, das die Böden und das Wasser verseucht und Pflanzen, Tiere und Menschen vergiftet. Auch aus der Zivilisation eingeschleppte Krankheiten, die z.B. bei uns in Europa meist unbeschadet überstanden werden, können bei den Indianern tödlich sein. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren aber auch viel über die Lebensweise der Yanomami und ihren Lebensraum, den tropischen Regenwald. Frau Haverkamp zeigte beeindruckende Bilder vom Alltag der bis zu 200 Dorfbewohner, die gemeinsam in einem großen Rundbau wohnen. Sie trauern mit besonderen Riten um ihre Toten, gehen mit Pfeil und Bogen auf die Jagd, leben von Fischfang und Bananenanbau. Für die Kinder sei der Urwald am Amazonas ein Abenteuerspielplatz: „Sie bauen Einbäume und nutzen alles, was sie umgibt“, berichtet die durchtrainierte Kielerin, die mit orangefarbenem Band im blonden Haar immer noch abenteuerlustig wirkt.

Theresa Köppl ist die beste Vorleserin an der Siegfried-von-Vegesack-Realschule
„Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf einer Schatzinsel … und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag genießen. “ (Walt Disney)

Lesewettbewerbstehend von links: Marion Strunz, Dieter Gewiese, Timon Raster, Anette Füller, Christine Baumgartner, Rebecca Kroner;
sitzend v.l. Felix Gschneidinger, Benedikt Gigl, Schulsiegerin Theresa Köppl, Nico Imre

Einen kleinen Vorgeschmack auf diesen Reichtum bekamen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen durch die drei Klassensieger am Dienstagvormittag beim „Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels“. Zunächst entführte Felix Gschneidinger (6a) mit seinem Buch „Löcher“ die Zuhörer in das Camp Green Lake. Danach erlebten sie mit Benedikt Gigl (6b), wie David Ballinger von einer alten Frau mit einem Fluch belegt wurde. In der „Glücksbäckerei: Die magische Zeit“, vorgetragen von Theresa Köppl (6c), alterten die Menschen rückwärts und es musste schnell ein leckeres Gegenrezept gefunden werden. Am Ende führte Nico Imre (6d) die Schülerinnen und Schüler mit dem Buch „Animox“ zu Menschen, die sich in mächtige Tiere verwandeln können. Nachdem die vier Klassensieger die erste Runde souverän gemeistert hatten, wurde es in der zweiten Runde kniffliger.

Projekttag zur 30. Jährung des Mauerfalls

Zeitzeuge2

Dreißig Jahre schon ist es her, seit der Ruf der Freiheit die Mauer zu Fall brachte. Aus diesem Grund wurde dieses Jahr der „Zeitzeugentag DDR“ zum Projekttag und alle SchülerInnen der 10. Klassen konnten sowohl multimedial, als auch aus erster Hand etwas über die Zeit damals erfahren. Dazu konnten die Schüler die App „MauAR“ nutzen, die durch den Einsatz von AR (augmented reality) einen sehr eindrucksvollen und detailgetreuen Eindruck über die Entstehung der Mauer und das Leben auf beiden Seiten vermittelt. Ebenfalls mit iPads konnten die Schüler sich anhand einer Ausstellung in der Aula mit dem Scannen von QR-Codes kurze Clips oder Zeitzeugeninterviews auf den Bildschirm holen und sich umfassend über den Mauerfall und seine Folgen informieren. Außerdem konnten die SchülerInnen mit dem von der Uni Halle entwickelten Point-and-click-Adventure „1961“ zu Zeitreisenden werden und die Zeit damals spielerisch durchleben. Sie mussten dazu verschiedene geschichtlich inspirierte Aufgaben erfüllen, um wieder in die Gegenwart zurückzukehren.

„Jetzt möchten wir etwas zurückgeben“

Aktion Herz1

Die Uhr zeigte genau  07.25 Uhr am Morgen des 5. Dezembers, als das 109. und für dieses Jahr auch letzte Paket für die Aktion „Geschenk mit Herz“ abgegeben wurde. Es stammte von einem Zehntklässler, dem es genauso wie 108 weiteren Schülerinnen und Schülern der Siegfried-von-Vegesack-Realschule nun zu verdanken ist, dass für Kinder, in deren Familien es am Nötigsten fehlt, Weihnachten nicht nur ein Tag wie jeder andere ist. Dank der Hilfsbereitschaft der Jugendlichen, denen heutzutage so oft Egoismus und fehlende Empathie vorgeworfen werden, können nun auch sie – manche von ihnen sogar zum ersten Mal in ihrem Leben – ein  liebevoll verpacktes Päckchen zu Weihnachten öffnen und sich über dessen Inhalt freuen, der bei vielen anderen pure Enttäuschung hervorrufen würde, für sie aber etwas ganz Besonderes darstellt. Seien es nun (gebrauchte) Handschuhe, (bereits geliebte) Kuscheltiere, Blöcke, Hefte oder Stifte – all diese ganz „normalen“ oder sogar ganz und gar „uncoolen“ Dinge zaubern ihnen ein breites Lächeln aufs Gesicht, das bei vielen anderen Kindern und Jugendlichen nicht einmal durch das neueste iPhone oder iPad bewirkt werden könnte.

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