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„Nicht wir, sondern das Kreuz geht auf Wallfahrt- und wir gehen mit dem Kreuz“

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Um alte Traditionen nicht nur kennenzulernen sondern auch zu erleben, machten sich die 5. Klassen der Siegfried-von-Vegesack-Realschule Regen auch heuer wieder zur Wallfahrt auf den Spuren des Hl. Gunther von Regen nach Rinchnach auf. Nach einer kurzen Station in der Aula brachen die Kinder mit ihren begleitenden Lehrkräften (Herr Lendner, Frau Berger, Frau Koppitz, Frau Raith, Frau Schiller, Frau Wandinger) aufteils mit gemischten Gefühlen: Wird mir der Weg nicht zu weit sein? Ist mir das Beten eines Rosenkranzes nicht zu lang? Wird das Wetter halten? Habe ich die richtigen Schuhe angezogen? Doch Zeit zum Nachdenken blieb nicht, denn sogleich gingen wir strammen Schrittes los. Die erste Etappe führte uns Wallfahrer, die von den wechselnden Kreuzträgern angeleitet wurden, durch das Regener Stadtgebiet bis nach Poschetsried. Die begleitenden Schulsanitäter übernahmen pflichtbewusst die Verkehrssicherung und halfen unserer stattlichen Gruppe an einigen kniffligen Stellen sicher über die Straße. Kurz vor Poschetsried konnten wir dann mit dem ersten Gebetsteil beginnen, der den Schülern zu ihrem eigenen Erstaunen half, die größere Steigung der Strecke zu meistern. Anschließend hatten wir Pilger uns eine kleine Pause verdient, bevor es zur Andacht an der Kapelle in Poschetsried weiterging. Den anfänglichen Rückenwind, der beim Anstieg sehr hilfreich war, spürten wir nun als kalten Seitenwind, während wir sangen und uns anschließend Schüler in einem Gebet an den Hl. Gunther sein Leben näher brachten.

Die nächste Etappe bis nach Sitzhof führte zwar zunächst zur Freude der Schüler bergab, doch als wir anschließend wieder den Berg hinaufmussten, waren schon erste Klagen zu hören. Trotz aller Mühen beteten wir weiter, weil dadurch das Marschieren einfach leichter fiel. Auf der letzten Etappe von Sitzhof nach Kasberg konnten wir bereits immer mal wieder kurz den Kirchturm von Rinchnach erblicken, was uns noch einmal anspornte, durchzuhalten auch wenn einigen die Füße wehtaten. Endlich in Rinchnach angekommen durften wir uns in der Grund- und Mittelschule bei einer Wallfahrer- Breze stärken, bevor wir zum Pilgergottesdienst in die Kirche aufbrachen. Dort wurden wir von Pfarrer Michael Nirschl voller Anerkennung empfangen. Er lobte alle dafür, dass wir uns aufgemacht hatten, den Weg von Regen nach Rinchnach auf uns zu nehmen. Weiterhin machte er uns darauf aufmerksam, dass nicht wir auf Wallfahrt waren, sondern das Kreuz. Wir Pilger sind lediglich immer die Begleiter des Kreuzes. Auf dieses Bild kam er während des lebendigen Gottesdienstes immer wieder zurück. Vor allem dann, als er die selbst gestalteten Wallfahrerkreuze der Schüler segnete. Viele Kinder trugen Gebete und Gedanken vor, eine große Schar Ministranten hatte sich gefunden und alle sangen trotz der Erschöpfung nach Kräften mit. Die Anliegen, die viele in Form von bunten, beschrifteten Bändern um den Hals, am Handgelenk oder im Rucksack mitgetragen hatten, wurden ebenfalls im Gebet vor den Herrn gebracht.
Am Ende der gelungenen Wallfahrt, die für viele von uns sicher eine neue Erfahrung war, entließ uns Pfarrer Nirschl mit dem lateinischen Schlusssegen, den er uns übersetzte: „Seid gesendet!“

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