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DDR wird im Geschichtsunterricht lebendig

Zeitzeuge

„Regel war, gegen Regeln nicht zu verstoßen“, so Karl-Heinz Döring, der in Prenzlau, einer Stadt 80 km nördlich von Berlin, geboren und aufgewachsen ist und bis zu seinem 32. Lebensjahr in der ehemaligen DDR gelebt hat. Er fühlte sich wie in einer „Jacke“, in die man vom SED-Staat gezwängt wurde und die man nur unter Freunden oder der Familie kurzzeitig ablegen konnte. Auch wirtschaftlich war die DDR alles andere als ein Arbeiterparadies. Um an viele Produkte zu kommen, musste man sich einiges einfallen lassen oder gute Beziehungen haben. So tauschte Döring schon mal Pralinen gegen eine ACDC-Platte. Beim Gedanken an den Mauerfall von 1989 bekommt der Wahl-Regener, der seit 1991 hier lebt, immer noch eine „Gänsehaut“. Gefragt nach seinen damaligen Gefühlen nennt er eine große Freude, vor allem endlich frei reisen zu dürfen, und das Privileg der Meinungsfreiheit genießen zu dürfen. Sein erster Einkauf war ein Zimmermanns-Hammer, da Döring schon immer werkzeugbegeistert war. Nachdenklich und amüsiert lauschten die Schüler der 10. Klassen am vergangenen Donnertag seinen Anekdoten und Erzählungen, die die DDR nochmal lebendig werden ließen, aber gleichzeitig eindringlich vor diesem System warnten.

 

 

 

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