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Entwicklungshilfe aus erster Hand
Christina Haverkamp bei Stamm der Yanomami am Amazonas

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"Seit 2 Monaten bin ich wieder von den Yanomami zurück:" Mit diesem Satz hat Frau Christina Haverkamp ihr junges Publikum mit auf ihre abenteuerlichen Reisen zu einem der letzten Naturvölker unserer Erde genommen. Die Schülerinnen und Schüler schauten gebannt auf die Leinwand und hörten aufmerksam zu, als sie erzählte, dass die Existenz und Lebensweise dieser Indianer seit fast vier Jahrzehnten bedroht wird – von Goldsuchern, Großgrundbesitzern und von aus der Zivilisation eingeschleppten Krankheiten, die bei uns in Europa meist unbeschadet überstanden werden.

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Sie zeigte beeindruckende Bilder vom Alltag der bis zu 200 Dorfbewohner, die gemeinsam in einem großen Rundbau wohnen. Sie trauern mit besonderen Riten um ihre Toten, gehen mit Pfeil und Bogen auf die Jagd, leben von Fischfang und Bananenanbau. Für die Kinder sei der Urwald am Amazonas ein Abenteuerspielplatz: „Sie bauen Einbäume und nutzen alles, was sie umgibt“, berichtet die durchtrainierte Kielerin, die mit orangefarbenem Band im blonden Haar immer noch abenteuerlustig wirkt.
1991 organisierte Christina Haverkamp eine Frauenexpedition in den Regenwald und unterstützte ein Ärzteteam bei den Yanomami vor Ort. Im Kolumbusjahr 1992 überquerte sie auf einem selbstgebauten Bambusfloß mit dem Menschenrechtler Rüdiger Nehberg den Atlantik, um auf die Landrechte der Indianer aufmerksam zu machen. In den letzten Jahren baute sie im Amazonasgebiet drei Krankenstationen mit Schulen für die Yanomami auf.
Der Aufbau einer solchen Station kostet ca. 70000 Dollar. Finanziert wird dies ausschließlich durch Spenden. Im nächsten Jahr will Frau Haverkamp mobile Funkstationen kaufen, damit einzelne abgelegene Dörfer über eine größere Distanz hinweg in Verbindung bleiben und bei Bedarf Hilfe holen können.
Nicht nur die vielen Fotos ihrer Expeditionen sondern auch die Art und Weise wie Christina Haverkamp von ihren Erlebnissen berichtete, faszinierten die Schülerinnen und Schüler und sorgten noch für viel Gesprächsstoff.

 

 

 

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