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Bunte Griffe machen Probleme
An der Realschule wurde in Eigenarbeit eine Bouldergrotte installiert

KletterSparkasse

(Bayerwald-Bote) Die Kletterschuhe müssen schön eng sitzen, ein bisschen Magnesiapulver gegen den Handschweiß – mehr braucht der Boulderer nicht für seinen Sport. Zumindest keine 15 Meter hohe Hallenkletterwand, nicht Seil, Gurt und Seilpartner. Eine Boulder-Grotte, wie sie jetzt an der Regener Realschule gebaut wurde, reicht völlig. Der Überhang sorgt dafür, dass auch bei Zimmerhöhe einige Klettermeter zusammenkommen. Hat der/die Sportler/in das Bewegungs-Problem in der gewählten Griff-Farbe geknackt, dann kann er sich von der Decke auf eine dicke Hochsprungmatte plumpsen lassen. 2020 feiert der Sport seine olympische Premiere. Die großen Boulderhallen, etwa die „Boulder-World“ in Regensburg, haben enorme Anziehungskraft bei Jugendlichen, weiß Lehrer Christian Ederer von der Realschule. Schon die Boulderwand an der Außenwand der Schulaula hatte die Schule in Eigenregie installiert, seither gibt es das Wahlfach Bouldern. „Aber da waren wir zu sehr vom Wetter abhängig“, sagt stellv. Schulleiterin Simone Üblacker, „zu oft musste ein Alternativprogramm herhalten.

“ Mathe- und Physiklehrer Christian Ederer, Schulmanager Christian Raster und Schulhausmeister Markus Smolka entdeckten schließlich den Nebenraum der Turnhalle, in dem ein betagtes Kraftgerät und Unmengen von Gewichten unbenutzt vor sich hin dämmerten. Eine Anfrage bei professionellen Kletterwand-Bauern ließ schnell erkennen: Finanzieren lässt sich die Bouldergrotte nur mit viel Eigenleistung. Davon ließen sich die Kletter-Enthusiasten nicht bremsen. Auch wenn vor allem das überhängende Dreieck in der Mitte das Handwerker-Trio kräftig gefuchst hat, wie Smolka erzählt. Jetzt steht die Grotte für die Schüler bereit. Die Sparkasse Regen-Viechtach honorierte das Engagement der Grotten-Gestalter mit einer Spende von 1200 Euro.

 

 

 

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